Voyage Journal 7921 Day 4

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Day 4 - August 24, 2009 - Qilakitsoq & Uummannaq, Greenland

By Susan Langley, Historian

Co-ordinates: 70˚40'18"N, 70˚40'18"W
Weather: Sunny and warm with clear blue skies

I hope I don't jinx us by saying this, but it was another day of spectacular weather. It was perfect to climb around the archaeological site that is the abandoned village of Qilakitsoq and to hike up the hillside to the rock shelter where the eight famous mummies were located in 1972. Our guide, Anders, who is an archaeologist from Norway, met us when we landed and pointed out house remains, graves and food caches throughout the area.  

Before heading back to the ship to reposition to Uummannaq, we had our first chance for a good bit of cruising around the icebergs and bergy bits generously dotting the fjord. They turned out to be exceptionally plentiful in the town's harbor as well. We even emulated the small boat employed by the town to push ice away from the docks and moorings with our Zodiacs so we could land.

I found Uummannaq to be a tremendously friendly town, actually a small city by Greenland standards, yet very manageable for pre-luncheon exploration of the museum/art gallery that occupies two historic homes, of some traditional turf houses, the blubber storehouse and the church, which the clergyman opened for us and also sang some welcoming hymns. At the fishmarket, the fishermen identified and cleaned both fish and whale for us. One elderly man, who I learned is the local "character", played harmonica then made a great show of eating some raw whale meat, making faces and generally clowning for the cameras.

Lunch, served buffet-style at the hotel, consisted of Greenland specialties and I surprised myself by eating whale, both smoked and roasted, and even more so by liking it. Some of the other options included smoked and fried halibut, salmon, shrimp and assorted dried fish as well as Danish beer, schnapps and soft drinks.

In order to burn off our luncheon, most of us hiked above and behind the town to the foot of the Uummannaq mountain proper to a small turf cottage built for a Danish children's television program and known as Santa Claus' Castle. This also provided more time to study the plant life, and some of us saw large ravens and a small Arctic hare. Our own Christian Walter played Kris Kringle handing out sweets at the door to the cottage before we took the Zodiacs back to the Prince Albert II for dinner, two lectures by me and Hans-Peter Reinthaler, about the mummies and Arctic natural history, respectively, and capped the evening with a really splendid sunset.


TAG 4 | AUGUST 24, 2009 | QILAQITSOQ AND UUMMANNAQ, GRÖNLAND
von Hans-Peter Reinthaler, Biologe

Wetter: sonnig

Es sollte ein langer Tag auf der Prince Albert II und in Grönland werden. Geplant waren zwei Landgänge und eine Zodiaktour. Um 8.00 Uhr am Morgen wurde der Anker vor Qilaqitsoq geworfen und ein Scoutboot mit dem Expeditionsteam wurde zur Landungsstelle vorausgeschickt. Am Landungsplatz wartete schon Andres, der lokale Führer auf uns und wie sich noch herausstellen sollte ein ausgezeichneter Kenner der Kulturgeschichte der Inuit und dieser Lokalität im Speziellen.

Bei Qilaqitsoq handelt es sich um eine ehemalige Siedlung der Inuit mit einigen Torfhäusern und Grabstellen. Die Einmaligkeit der Stelle besteht darin das in einer Höhle im Jahr 1972 acht Mumien gefunden wurden, die sich jetzt zum Teil in Nationalmuseum in Nuuk befinden. Die Mumien datieren aus dem 15. Jahrhundert und es handelt sich dabei um sechs Frauen, einen Jungen und ein Baby.

Die Anlandung erfolgte trockenen Fußes, in der Bucht die sich knapp unterhalb der Grabstätten befindet und wo auch die Häuser zu finden sind. Für die Landgänge konnte man sich kein besseres Wetter wünschen als heute: Strahlend blauer Himmel und natürlich Sonnenschein. Umrahmt wird die Bucht von Felsen aus ca. 1,6 Milliarden Jahre alten Gneis, der dem Ort noch einen mystischen “Touch” gibt.

Fast die gesamte deutschsprachige Gruppe nahm an der kurzen Wanderung teil die uns zuerst zu den Häusern führte, wo Andres einiges zur Lebensweise der Inuit erklärte. Mein Kollege Christian Walter übernahm die Übersetzung. Ergänzend wurde von mir auch noch der naturgeschichtliche Rahmen unseren Gästen vermittelt.

Weiter ging es an der entlang der Bergflanke zu eine vorgelagerten Hügel hoch, von wo aus sich ein herrlicher Blick über die Bucht mit ihrem tiefblauen Meer und weißen Eisbergen und auf Uummannaq bot. Die Flora dieses Gebietes war etwas spärlich, Sternmiere, Hornkraut, Wintergrün, Zwergbirke und Weide bildeten den größten Anteil. Vom Hügel aus ging es dann ca. 100m bergab, wo sich die eigentliche Grabstätte und der Mumienfundpunkt befanden.

Die Höhle ist durch einen größeren Felsenvorsprung gut geschützt und nicht sehr tief. Meine Kollegin Susan Langley übernahm nun die Erklärungen zu den Mumien. Das wahrscheinlich die Toten von einem Unfall eines Umiaq herstammen und hier oben geschützt und mit Blick auf das Meer beigesetzt wurden. Wir traten auch wieder den Weg zurück zur Bucht an ebenfalls mit Blick auf das Meer und an einiges an Wissen reicher machten wir uns nun auf die Zodiaktour.

Nach einem Rundgang durch den Ort wurde unseren Gäste ein typisch grönländisches Buffet im Hotel serviert. Finnwal, Heilbutt und Lamm in verschiedenen Variationen gaben einen Einblick in die grönländische Küche. Im Anschluss an diese Kräftigung ging es auf einen 2,5 km lange Wanderung quer über die Insel zum “Santa Claus Haus”, den hier einem Film zu Folge sollte Santa Claus seinen Sommersitz haben und ein dementsprechend kleines Häuschen zeugt auch heute noch davon. Die Wanderung führte quer über die Insel am Fuß der “Herzberges” entlang zur gegenüberliegenden Küste. 45 Minuten Fußweg durch eine faszinierende Landschaft mit überwältigenden Ausblicken waren die Belohnung für die Mühen. Eine weitere Belohnung gab es dann im Santa Claus Häuschen wo mein Kollege Christian Süßigkeiten verteilte.

Von dort aus ging es dann zurück zum Schiff und zum wohlverdienten Abendessen. Denn Abschluss eines sehr langen Tages bildeten zwei Vorträge, die zum Einem von meiner Kollegin Susan Langley über die Mumien von Qilaqitsoq berichtete und zum Andren eine Präsentation meinerseits über die Natur der Arktis.

Die Tour führte uns entlang der Küste der Halbinsel Nuussuaq. Weiße Eisberge, blaues Meer und karges grau braunes Land im Hintergrund ergaben einen wunderbaren Kontrast und einmalige Fotomotive.

Zurück am Schiff gab es nur eine kurze Verschnaufpause für das Mittagessen, denn schon um 15.00 Uhr ging es auf unseren zweiten Landgang nach Uummannaq. Ein kleine Fischerdorf auf der gleichnamigen Insel gelegen und überragt von einem 1170m hohen Gneisberg der nach Inuit Vorstellung die Form eines Herzens hat. Das Fischerdörfern mit seinem Museum, alten Tranhaus und Torfhütten bot einiges zum erkunden an, doch noch interessanter war für unsere Gäste die Hafeneinfahrt mit den Zodiaks, wo Eisberge beinahe eine Landung an der Pier unmöglich machten. Man könnte fast behaupten es war ein grönländisches Stillleben: Boote zwischen Eisbergen und ein malerisches Fischerdorf im Hintergrund.

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