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Day 3 - August 7, 2009 - Burgerbukta, Hornsund, Svalbard

By Robin Aiello, Marine Biologist

Co-ordinates: 77°02.591’N 015°59.130’E
Weather: Calm seas with overcast skies and intermittent fog and light breeze
Air Temperature: 4C
Wind: 5 – 10 knots

Since we had a morning at sea before we reached our destination (Burgerbukta) the Expedition Team gathered the guests together at 9:30am for a Recap & Briefing. Since I am the ‘Recap Captain’, I welcomed everyone and explained that these gatherings were intended as interactive ‘question and answer’ sessions, as well as an opportunity for the Expedition Team to highlight anything special that they had seen or experienced during the day.

I then went on to point out how multi-national the ship was, with 25 different nationalities amongst the crew, and 16 nationalities amongst the guests – a total of 31 different nationalities!

Claudia Holgate, our Birder, then took the microphone and talked about fogbows – rainbows that form in the fog. We had seen a beautiful example of a fogbow at Bear Island the evening before, and Claudia explained how these phenomena form and why they are so unique and rare to see. Basically, the drops of water need to be a certain size, and the sun needs to be at a certain angle for the light to be refracted just right to create the ‘halo’.

Next up, our Geologist, Juan Carlos Restrepo, talked about the currents in the Arctic region and how the northernmost part of the Gulf Stream comes up past the western side of Svalbard creating a milder climate than some other regions of the Arctic. These same currents also explain how all the driftwood has made it to the beaches here – they have drifted all the way from Siberia! To verify his claim, Juan showed a photo of a piece of wood that he found at one of the sites on the previous trip that was actually a railroad tie (sleeper) and by measuring the distance between the metal attachments (the gauge) it was determined that it could only have come from the Russian railway system!

Robin West, the Expedition Leader, then started his briefing about the activities for the rest of the day and the next day, but was interrupted by a radio call from Chris Srigley, one of our Naturalists and our best Polar Bear spotter, that he had spotted a polar bear standing on the sea ice.

We quickly grabbed our parkas and gathered out on deck and were soon watching a large male polar bear as he swam amongst the bergie-bits (small icebergs) towards shore. Once the bear was out on the shoreside, the Expedition Team lowered the Zodiacs. I was the first to load the guests and head out to get a closer look at the bear. Many of my guests were surprised to see that the bear was quite brown – not the bright white that they expected. I explained to them that this was the result of the bear swimming in the coastal waters of this area that were very turbid with ‘Old Red Sandstone’ sediment, which made the bears very dirty. It was actually very funny to see that the bear had a distinctive ring around his neck – his body was brown, but the part of his head that was above water was still white.

The second group actually got good views of the bear as he found a large snow patch and started rolling in the snow to clean off both the sediment and the salt from his swim. Unfortunately, the bear eventually wandered off over the ridge and out of sight.

After lunch, we had a Zodiac cruise scheduled. Once again, I got bundled up to spend the next 3 hours out in the Zodiac – the fine mist and fog made it feel a lot colder than it actually was. We were cruising Burgerbukta – a scenic cruise amongst large icebergs, steep carbonate rock cliffs and four large glaciers that extend right down to the sea.

The cruises were wonderful. We saw lots of Little Auks in the water, as well as Common and Black Guillemots. We were awed by the amazing blue colours of the large icebergs that had been sculpted by the winds into magnificent pieces of artwork.

The guests were smiling as they returned to the ship for a hot cup of tea. This evening was the Captain’s Welcome Cocktail Party and Dinner. Everyone showed up in The Theatre in all their finery and spent the evening meeting new people and getting to know one another. The Captain had brought the ship very close to the front of the Submarine Glacier so that we had magnificent views from The Theatre windows during the party.


TAG 3 | AUGUST 7, 2009 | BURGERBUKTA, HORNSUND, SPITZBERGEN, SVALBARD
von Christian Walter, Ethno-Historiker

Koordinaten: 77° 02’ N, 15° 58’ E
Wetter: wolkenverhangen
Luft Temperatur: 1,7°C
Luftdruck: 1016 hpa
Wind: 15 kmh

Nach Arbeit am Computer bis gegen 01:00 Uhr ging es in den verdienten Schlaf auf/in der besonders weichen Matraze (meine harte Matraze war ausgetauscht worden, da einer der Gäste die weiche als „zu weich“ empfunden hatte). Sobald man/frau sich in dieses weiche Bett begibt, versinkt man/frau geradezu in der Matraze –so ungefähr mussen sich Bären in ihren Schneehöhlen fühlen... Da wir heute keine frühe Anlandung vorhatten, konnte bis 08:00 Uhr geschlafen werden, um in Ruhe das Frühstück einzunehmen.

Beim Frühstück gesellte sich unsere Maitre d’ Uta zu mir, mit der Bitte, am Abend für einen deutsch-sprachigen Tisch bereit zu sein -zum besseren Verständnis: Silversea möchte, dass sich Lektoren während des Mittag- und Abendessens zu Gästen setzen, damit allen Gästen einmal die Möglichkeit gegeben ist, auch in der „Freizeit“ mit Lektoren Kontakt aufzunehmen. Da unsere englisch-sprachigen Kollegen zahlenmässig stärker vertreten sind, glauben sie, nicht so oft erscheinen zu müssen, während Hans Peter und ich fast jeden Abend im Restaurant erscheinen.

Der Morgen begann etwas ungewöhnlich mit dem Recap und Briefing (zu altneudeutsch: Rückblende und Vorschau) um 09:30 Uhr in der Observation Lounge. Hans Peter begann die Rückblende mit einer Aufstellung der Nationalitäten unter den Gästen und der Besatzung. 31 verschiedene Nationen sind vertreten, wobei zudem noch auf jeden Gast 1,06 Besatzungsmitglieder kommen!

Eine weitere interessante Studie war der Flugverkehr auf der Welt innerhalb von 24 Stunden, mit Wolken von kleinen gelben Punkten (=den Flugzeugen) über den USA, Europa und bestimmten Teilen Asiens –nur Spitzbergen und Groenland lagen etwas aussen vor, sodass Hans Peter die Hoffnung ausdrückte, dass der Rückflug hoffentlich schon gebucht worden war....

Weitere Phänomene, die erwähnt wurden, waren der Nebelbogen, der einem Regenbogen ähnlich ist, aber keine Farben aufweist. Die kleinen Tropfen des Nebels in den hohen, kalten Breiten teilen das Licht nicht auf, sondern bündeln es, sodass ein difuses weiss in dem Bogen zu sehen ist.

Als Vorschau auf Poolepynten wurde ein Beitrag zu Treibholz, welches von Siberien angetrieben wird, anhand von Strömungskarten der Luft und des Meeres erklärt.

Abschliessend stellte ich in der Vorschau unsere Besuchspunkte im Hornsund, heutiger Tag, und im Bellsund, bzw. auf Prinz Karls Forland des morgigen Tages vor.

Noch nicht ganz fertig mit der Vorstellung, liess sich Robin West, unser Expeditionsleiter, blicken und teilte am Ende derselben mit, dass Chris Srigley wieder einmal unser bester Bärensucher war. Er hatte im Eis der Burgerbucht einen Eisbär ausgemacht, und der Kapitän daraufhin das Schiff 3,2 Seemeilen entfernt vom Bär (was für gute Augen!!) gedreht, um näher heran zu kommen.

So fiel (leider) mein Vortrag zu „Spitzbergen- eine Einführung in Geschichte und Nutzung“ vorerst aus. Wir würden morgen zwischen unseren beiden Besuchspunkten genug Zeit dafür haben...

In der Zwischenzeit wurden die Aussendecks, und natürlich ganz besonders der Bereich vor der Observation Lounge, genutzt, um nach dem Bären Ausschau zu halten. Er schwamm durch das mit Eis übersäte Gebiet der östlichen Burgerbucht in Richtung Land. Man/frau konnte ihn gut per Fernglas und auch mit blossem Auge verfolgen, während gleichzeitig unsere Gangway vorbereitet und Zodiacs zu Wasser gelassen wurden. Gruppen 2 und 1 wurden aufgerufen und konnten dann einen eher gelblichen Bär an Land zwischen den gräulichen Steinen des Hanges betrachten. Kurz darauf war die Reihe an den anderen beiden englisch-sprachigen Gruppen, doch der Bär verschwand sehr bald hinter einem Hügel. Die Blicke von Bord (die Prinz Albert II war von Kapitän Golubev in dieselbe Richtung gelenkt worden) waren auch ansprechend für die Gäste, die nicht unbedingt in die Zodiacs wollten.

Kapitän Golubev liess dann die Prinz Albert II in der Burgerbucht ankern, um das in den Chronicles ausgeschriebene Nachmittagsprogramm durchführen zu lassen. Ein Mittagessen im Eis findet auch nicht alle Tage statt.....

Nach dem Essen hiess es dann, sich schnell umzuziehen, denn die Zodiacfahrt in Richtung Gletscher wurde Kälte bringen. Auf der Fahrt wurden schöne bläuliche Eisberge fotografiert, auch Krabbentaucher und eine Elfenbeinmöwe liessen sich blicken. Die Fahrt dauerte fast 2 Stunden, doch auch den anderen Gästen sollte die Tour nicht vorenthalten werden, sodass weitere 90+ Minuten im Zodiac verbracht wurden. Leider war kein Kalben des Gletschers zu sehen, dafür verlor ein Eisberg einen Teil seines Unterwassereises und Stücke schossen aus dem Wasser –mit gutem Recht fuhr Nicki nicht zu dicht an sie hinan.

Kurz vor dem Willkommenscocktail fuhr der Kapitän das Schiff bis ganz dicht (Woody Allen hätte gesagt „auf Lippenlänge“) an den Samaringletscher. Auch diesmal gab es ganz besonders schöne Fotomotive –Uta liess sich von mehreren Fotografen vor der Eisfront ablichten- doch wer fehlte waren die Gäste! Viele waren dabei, sich umzuziehen, und später erschien sogar der Kapitän zu seinem eigenen Cocktail zu spät. Nichtsdestotrotz stellte er dann seine leitenden Offiziere vor und wünschte allen Mitreisenden eine erlebnisreiche Fahrt bei gutem Wetter.

Das Abendessen verlief in Neuner-Runde sehr gesprächig, denn Nicki und Kristine sassen auch dabei und steuerten verschiedene Begebenheiten aus ihrem Expeditionskreuzfahrts-Fundus dazu.

Die Panorama Lounge konnte heute Abend nicht so viele Geniesser anlocken, denn die Ausbootung für Gruppen 3 und 4 würde schon um 05:30 Uhr stattfinden! So hiess es auch für das Expeditionsteam, welches knapp eine Stunde früher parat sein muss, „Gute Nacht“.

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