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Day 15 - August 19, 2009 - Nuuk, Greenland

By Robin Aiello, Marine Biologist

Co-ordinates: 64° 10’ 17”N, 51 °43’ 10” W
Weather: Overcast but calm
Air Temperature: 12 C
Wind: 5 knots

We had another morning at sea as we sailed to Nuuk – the capital of Greenland. There were a couple of lectures in the morning to entertain us. First up was Christian Walter, our historian, with his lecture “The Voyages of the Vikings” which covered the interesting history of Vikings in the Arctic. The second lecture was by Robin West, our Expedition Leader, who has been with the Prince Albert II since the beginning. He told us all about the refit that she underwent when she was first purchased over 1 year ago.

Due to heavy fog during the night, we were a little bit delayed docking in Nuuk, but by 3:30pm the gangway was down and we were heading off on either a bus tour of the city or a walking tour of the old part of the town.

The one and a half hour bus tour was very interesting. We visited a couple very beautiful lookout points with nice views of Nuuk and its harbour, drove through the new suburbs of town (where the apartment buildings have the same rent rates as those in Copenhagen!) and then through the old part of town (which dates back over 300 years). At the finish of the tour, we had the option of staying in town and walking around, visiting the National Museum of Greenland, or returning to the ship via the shuttle bus.

For those of us on the walking tour, we started at the Tourist Information Centre in the old part of town and had the opportunity to send a postcard with the special Christmas stamp. We then walked up and visited the local fish market. This was particularly interesting for me, being a marine biologist, to see what fish they had on offer. There was Atlantic cod, Arctic char, salmon, sculpin (a very ugly and spiky bottom dwelling fish) and spotted wolfish (whose skin used to be tanned and sold as “sea leopard” skin). I was particularly fascinated to watch how the locals skin a fish – instead of taking a long time to delicately fillet and skin the fish, they first gut the fish, then hang it on a hook and literally grab the top bit of the skin and peel it off the fish – leaving a perfectly whole fish without its skin. They were skinning tens of fish in a minute!

We then walked on and stopped at the Our Saviour Church – which is also the Cathedral of Greenland. Our guide told us a bit about its history and its meaning to the locals. After a bit more of a wander we ended back at the Museum for a visit. It was an amazing museum and well worth the visit! The displays highlighted the life and times of the Greenland people over hundreds of years. The best part of the museum, without doubt, was the display of the “Greenland mummies”. There were four on display, including a small toddler. These bodies were found in a cave on the hillside in perfect condition – the cold dry climate had mummified the bodies. They had been buried together with full attire and all that they needed to enter the afterlife. It was amazing to look at these bodies and see so much detail – we were even able to make out the facial tattoos. Imagine – such incredible preservation even after hundreds of years (these bodies are believed to have been buried in the late 1400s.

All aboard was 0800pm so that the ship could sail off for the next destination – Maniitsoq.


TAG 15 | AUGUST 19, 2009 | NUUK, GROENLAND
von Christian Walter, Ethno-Historiker

Koordinaten: 64° 10’ 17” N, 51° 43’ 10” W
Wetter: bewoelkt
Luft Temperatur: 5,1° C
Luftdruck: 1007 hPa
Wind: 7,6 kmh

Der Morgen war weiterhin bedeckt, in der Ferne waren einige Eisberge sichtbar, und vereinzelt liessen sich Robben und Schweinswale sehen. Das Frühstück konnte langsam angegangen werden, denn erst um 10:oo Uhr sollten die zeitgleichen Vorträge über „die Essenskette in der Arktis“ (von Hans Peter auf deutsch in der Observation Lounge) und „die Reisen der Wikinger“ (von mir auf englisch im Theater) gehalten werden. Der Wikinger-Vortrag war wieder gut besucht, und auch auf den Suiten wurde er über Kanal 14 verfolgt.

Nach einer kurzen Pause sprach Robin West, unser ExpeditionsLeiter, über das Leben der Prince Albert II: von ihrer Früh-Geschichte als Delphin Clipper und Sally Clipper, über die Zwischenstufe als Konferenzschiff Dream 21 für Samsung in Südkorea, bis hin zur Konvertierung als World Discoverer in Singapur für die inzwischen nicht mehr existierende Discoverer Reederei und Society Expeditions aus Bremen (und Seattle).

Anhand von Aufnahmen der Werftzeit in Triest konnte man/frau einen guten Eindruck in die verschiedenen Änderungen im Inneren des Schiffes und die dabei enstandenen Probleme und Lösungen gewinnen.

Als wir um 13:oo Uhr begannen, in den Fjord hineinzufahren, war der Himmel wolkenverhangen, die Aussentemperatur nur 4,8° Celsius bei einer Windgeschwindigkeit von immerhin 66,9 kmh, sodass die Prognose von 14°C, 10 Knoten Wind und klarem Himmel sicherlich nicht bis Nuuk erreicht werden würde...

Das Anlegen an die nur knapp 40 Meter lange Pier verlief ohne grössere Probleme –ausser für die Hafenarbeiter, die die Taue zum Teil recht weit ziehen mussten.

Die Gangway wurde vorbereitet und wir (=Staffmitglieder) standen mit Radio bei Fuss, um die Busse für die Panoramafahrt oder Stadtwanderung zu besteigen. „Mein“ Bus hatte eine österreichische lokale Begleitung und abgesehen von 18 deutschsprachigen Gäste hatten wir noch zwei Spanier und zwei Australier mit an Bord, sodass alle Informationen zweisprachig gegeben wurden.

Erstaunlicherweise brachen die Wolken auf, blauer Himmel wurde gesehen, und die Wetterprognose war so falsch nicht... selbst das Wahrzeichen Nuuks, sein hoher Berg, konnte teilweise über den Wolken gesehen werden –später war er voll sichtbar.

Die Fahrt führte durch verschiedene Ortsteile von Nuuk, vorbei an neuen Stadtteilen, dem Flughafen mit seiner 800m Landebahn, dem Malik Schwimmbad und dem berühmten Block P, in dem 1% der Bevölkerung von ganz Grönland wohnt! Bei den vielen Häusern konnte man gar nicht glauben, dass nur knapp 16.000 Bewohner in Nuuk ansässig sind. Noch weniger waren die Mietpreise zu glauben: unsere Reiseleiterin Ulla erzählte, dass sie 2.500 Euro für eine Zwei-Zimmer-Wohnung zahlen muss!

Nach der Busfahrt, die für die meisten Gäste am Museum endete, hiess es dann, auf Wanderung zu gehen. Ganze 5 Wanderfreudige hatten sich für den Spaziergang durch das Kolonial-Viertel eingetragen, wobei auch wieder zweisprachige Erklärungen gegeben werden mussten, war doch eine Person nur englischsprachig. Wir begannen mit dem Museum, das sonst seine Tore vor unseren Nasen geschlossen hätte. Schöne Stücke zur Inuit-Kultur und den Mumien von Qilaqitsoq waren zu sehen. Wir würden ja nächste Reise Qilaqitsoq aufsuchen, und konnten so einen Vorgeschmack auf den Bereich nördlich der Disko-Bucht erhalten.

Anstelle sich dann zurückfahren zu lassen, nahmen vier Gäste und vier Staffmitglieder die Möglichkeit, sich noch ein bischen die Beine zu vertreten, und stattdessen zum Hafen zurückzugehen.

Wir waren rechtzeitig für einen Aperitiv wieder zurück am Schiff, und sehr bald war auch das Restaurant wieder geöffnet –allerdings ohne Grönlands Spezialitäten wie Wal, Robbe oder Moschusochse (vielleicht auch besser so...).

21:35 Uhr war es dann soweit: das Bunkern war beendet und mit viel Beben setzte sich das Bugstrahlruder in Bewegung, um die Prince Albert II von der Pier in den Fjord zu bugsieren.

Wir waren auf dem Weg zu dem vorletzten Ziel unserer Reise: Maniitsoq.

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