Voyage Journal 7920 Day 12

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Day 12 - August 16, 2009 - Skoldungenfjord, Greenland, Denmark

By Dr Toby Musgrave, Botanist

Weather: Day began cloudy, ended fair

Today we made land on Greenland, the largest island in the world. The aim of the day was to circumnavigate Skoldungenfjord, entering by the northern channel at 0900 and exiting through the southern in the evening. The weather as we entered the fjord was not too impressive, but the gray sky and gunmetal sea provided the perfect backdrop to the somewhat monochrome and treeless fjord sides, all of which set off the stark whites and blues of the icebergs.

These icebergs were brought to the fjord by the sea currents and wind, rather than being a product of the glaciers that emptied into the fjord; and right from the outset, it was clear that all the glaciers were in marked retreat as a result of climate change. We cruised inside the fjord enjoying the magnificent scenery of towering mountains, ice scraped valley sides and nature’s sculptures - the icebergs, until lunchtime.

After lunch, it was time to get our feet on to Danish soil and head into the interior! Once we had sent a boat ashore to scout the landing and valley, guests came ashore divided by how much energies they wished to expend. Srigley and Juan lead the intrepid group, which wanted to undertake a route march and get as much distance up the valley as possible - and they headed out to the foot of a small glacier in the distance. 

Christian, Claudia and I took a group for a more gentle potter looking out for the flowers (our tally was a good one given the lateness of the season and included bilberry, crowberry, alpine harebell, roseroot, broad-leaved willowherb, alpine eyebright, arctic mouse-ear, dwarf birch and tea-leaved willow) and general wildlife. Nonetheless, we made great progress and many of the group almost made the glacier; with many also wishing to walk back independently to enjoy the peace and solitude of the stunning scenery.

All aboard at 1800 and our remaining journey through the fjord was even more stunning thanks to the continued good weather (the sun had graced our afternoon’s endeavors) and once out of the fjord looking back along the snow-capped peaks in the evening sunlight was just magical. And to cap it all, a couple of whales (pilot and fin) together with dolphins were spotted.

However, the day’s highlight for me (I missed the disintegrating iceberg) was to see the avalanche pouring off the top of the valley side as we walked back to the ship down the valley. Thankfully, it was close enough to be very dramatic but sufficiently far away to be viewed in safety.


TAG 12 | AUGUST 16, 2009 | SKOLDUNGEN FJORD, GRÖNLAND
von Hans-Peter Reinthaler, Biologe

Wetter: wechselhaft, bewölkt bis sonnig
Luft Temperatur: 12 C

Schon am frühen Morgen sah konnte man auf der steuerbord Seite die Küste Grönlands sehen. Nach der ruhigen Überfahrt durch die Denmark Strait, waren unsere Gäste schon sehr neugierig auf unseren ersten Stopp in Grönland. Zuerst aber ginge es mal hinein in den Skoldungen Fjord. Der  Himmel war leicht bewölkt und vereinzelt kam die Sonne durch was der Landschaft einen noch stärkeren Kontrast und Reiz verlieh. Die Fahrt durch den Skoldungen Fjord gehört wahrscheinlich zu den schönsten Passagen hier auf Grönland. Bei unserer Tour fuhren wir in den nördlichen Arm ein, schroffe Berge säumen den Fjord und zahlreiche Gletscher reichen bis an seine Ufer herab. Eisberge treiben im Fjordwasser und erhöhen die landschaftliche Schönheit nochmals. Deutlich sind auch die Spuren der eiszeitlichen Vergletscherung an den Hängen zu sehen. Die Prince Albert II suchte sich ihren Weg zwischen den Eisbergen hindurch zum Ende des Fjords. Gegen Mittag erreichten wir das westliche Ende doch bevor es an Land ging steuerte unser Kapitän das Schiff nochmals zu einem einmündenden Gletscher, wo wir Glück hatten und auch das Kalben beobachten konnten.

Um 12.30 Uhr wurden dann 2 Scout Zodiaks ausgeschickt und wir (Lektoren) hatten die Möglichkeit die Landungsstelle zu checken und die Wanderwege für die Nachmittagstouren festzulegen. Die Landschaft war einfach herrlich, intensive grüne Tundravegetation ergab einen reizvollen Kontrast mit den dahinterliegenden grauen Bergen und den weißen Gletschern. In der Mitte des breiten U-Tales schlängelte sich ein Gletscherbach mit blaugrünem Wasser zur Bucht hinunter. Obwohl es schon Spätsommer für diese Region ist blühten doch noch einige Pflanzen, während andere bereits ihre Samen und Früchte trugen. So fanden wir das Weiße Fingerkraut, Alpenpechnelke, Augentrost, Knöllchen Knöterich, Rosenwurz, Arktisches Hornkraut, Habichtskraut und Wintergrün noch im blühenden Zustand. Die Blaubeere und Krähenbeere trugen schon ihre Früchte die hervorragend schmeckten.

Für den Nachmittag hatten wir drei Wanderungen vorgesehen. Eine zweistündige Wanderung für Gäste , die gerne aktiv sein wollte. Der Weg führte von der Landungsstelle in das Tal hinein bis zum Gletscher. Die zweite Variante, war ebenfalls eine zweistündige Tour, die jedoch nicht soweit ging, da Zwischendurch immer wieder Interpretationsstopps eingelegt wurden, sei es um die geologischen Besonderheiten zu erklären oder die Pflanzen dieses Tales zu identifizieren. Die erste Gruppe wurde von Chris Srigley und Juan Carlos Restrepo begleitet. Gruppe 2 war mit Claudia Holgate, Toby Musgrave und Christian Walter unterwegs. Auf der dritten Tour wurde lediglich ein einstündiger Rundgang in der Nähe der Landestelle gemacht. Diese Tour war vor allem für jene Gäste gedacht, die nicht so gut bei Fuß sind.

Sowohl botanisch als auch von der Landschaft boten alle drei Rundgänge eine außerordentlich Vielfalt und Schönheit. Die Fauna hingegen kam heute etwas zu kurz. Ein Polarfuchs, einige Polarmöwen und ein Schwarm von Weißwangengänsen war die Ausbeute des ganzen Tages.

Für die Ausfahrt aus dem Fjord wurde der südliche Arm gewählt. Wieder ging es an malerischen Bergen mit Gletschern vorbei und zwischen den weißblauen Eisbergen hindurch. Fast bei der Mündung des Fjordes in das offene Meer lag ein großer Tafeleisberg im Wasser. Aufgrund seiner Ausmaße (ca. 1,5km lang, 250m breit und um 10m hoch) vermuteten wir dass er am Fjordgrund aufsaß. Der Kapitän fuhr das Schiff nahe genug an den Eisberg heran um unsere Gäste die Möglichkeit zu geben einmaligem Aufnehmen von diesem Koloss zu machen. Nach ca. 112km und einer Umrundung der Skoldungen Insel verließen wir den Fjord und nahmen Kurs auf unser nächstes Ziel in Grönland den Prinz Kristian Sund.

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