Voyage Journal 7920 Day 11

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Day 11 - August 14, 2009 - At Sea, En Route To Greenland

By Claudia Holgate, Ornithologist

Co-ordinates: 64o 08’ 35” N 36o 01’ 53 S
Weather: Mild but overcast
Air Temperature: 9.1C (48F)
Pressure: 1009hPa
Wind: 13km/h NNW

Today we had a day at sea through the Denmark Strait. This, however, does not mean that we have a day of doing nothing! Oh no! We have lectures and recaps and bird watching and mammal watching, of which there was plenty. The Denmark Strait is renowned for often having worse condition than the notorious Drake Passage, however, our crossing was smooth, with barely a swell.

The day started with a leisurely breakfast, after which our resident botanist, Toby, gave a talk entitled “Arctic Plants – How Do They Do That?” What an interesting talk. Toby described how the 1700 species of plants that occur in the Arctic manage to cope with the long periods of darkness, numbing cold temperatures, fierce winds and low summer rainfall.

At the same time, Hans-Peter, our biologist, gave a talk in German on the birds of the Arctic and some of their adaptations to the cold.

The whales timed it perfectly and popped their heads up almost as soon as the lectures ended. “There she blows” came Robin’s voice over the loud speaker. “Ladies and gentlemen, we have a pod of Fin whales dead ahead. I suggest everyone gets out on deck as soon as you can.” And everyone took his advice, coming out on every available deck, including the foredeck, which the Captain had kindly opened to ensure everyone had the best possible view.

What was to follow was perhaps one of the best whale sightings any of the Expedition Team members had ever experienced. We had a pod of 7 Fin Whales right next to the ship! Fin Whales are the second largest whale after the Blue Whale and here we had these magnificent beasts within a few metres off the side of our ship. The whales were not disturbed at all by our presence and stayed by the ship for well over an hour, snorting, blowing and grunting, while they hung around the surface, sometimes showing their tails or turning on their sides. The biggest problem was being able to fit the entire whale into the viewfinder of your camera, as they were so close to the ship. Most of us never tired of watching them, as they came up next to each other, with synchronized blowing. What an amazing sight and amazing privilege. Eventually, however, the Captain had to make a move if we were to make our stop on time in Skoldungen Fjord tomorrow, so we all retired to lunch while our little ship continued on towards Greenland.

The afternoon’s activities were more lectures, this time with Juan, our “Rockstar” (Geologist) with his lecture “Glacier Ice – the Life and Death of Continental Ice”. This lecture discussed all we ever wanted to know about Valley Glaciers, Fjords, Ice Sheets, Ice Shelves and Icebergs.

Shortly after 3pm, our Executive Chef and Head Sommelier presented a seminar on wine and food pairing, which helped us to understand what sort of wine we should be drinking with our food.

There was a Recap & Briefing at 6:30, where different members of the Expedition Team gave short snippets on whales, plants, birds and seaweed. Our historian, Christian, finished off the Recap with his (In)famous “International Enquirer” where he had taken pictures of odd, strange, weird and wonderful things, with his own wacky sense of humour coming through with the explanations. Robin then gave us a briefing on tomorrow’s activities in Skoldungen Fjord after which we went on to The Restaurant and enjoy another wonderful meal.


TAG 10 | AUGUST 14, 2009 | AUF SEE
von Christian Walter, Ethno-Historiker

Koordinaten: 64° 51’ 736” N, 31° 37’ 265” W Mittagsposition Wetter: wolkenverhangen
Luft Temperatur: 10,6° C
Luftdruck: 1007 hPa
Wind: 10 kmh

Für den Vormittag waren zwei zeitgleiche Vorträge vorgesehen. So war es Hans Peters Möglichkeit, einen Überblick über die bisher gesehenen und noch zu sehenden Vögel der Arkis zu geben. Claudia, unsere südafrikanische Vogelkundlerin sass im Hintergrund, um für eventuelle Spezialfragen bereit zu stehen, bzw. sitzen. Es war schon erstaunlich, wieviele Vogelarten in unserem Fahrtgebiet registriert sind; jedoch nicht alle dieser Vögel brüten hier, manche ziehen auf dem Weg in den Süden nur an uns vorbei.

Nach der Suche einer Tasse mit Boullion begann ich, das heutige Log zu schreiben, als es um 11:36 Uhr hiess: „There she blows“, zu deutsch: „da bläst sie“ (wie sich später herausstellte, wäre ‚da blasen sie’ korrekter gewesen)– ein lang ersehnter Ausruf von der Brücke. Wären wir auf einem Walfängerschiff, hätte der Kapitän sofort Fahrt aufnehmen lassen, um die Tiere zu jagen, da wir aber die Tiere anders geniessen wollten, schlichen ‚wir’ uns langsam an die Gruppe von Finn Walen hinan.

Das Vordeck wurde mit Erlaubnis des Kapitäns wieder geöffnet, sodass man/frau die Giganten der Meere fast vom Deck aus berühren konnte. Offensichtlich liessen sich die Tiere nicht im Geringsten durch unsere Anwesenheit stören –sie zogen weiterhin gemächlich ihre Bahnen. Der Schiffskurs von Vigur nach Skoldungen war südsüdwestlich ausgerichtet, doch durch die unerwartete Begegnung fuhren wir dann mehr als eine Stunde in ostsüdöstlicher Richtung, um diesem Naturerlebnis länger beiwohnen zu können.

Um wieder auf den richtigen, sprich vorher eingegebenen Kurs zu kommen, fuhr die Prince Albert II genau nach Westen –eigentlich eine Energieverschwendung, weil ja damit ein längerer Weg zurückgelegt werden musste (siehe Pythagoras), aber wie heisst es doch so schön im Volksmund: Schuster, bleib’ bei deinen Leisten....

Während Juan seinen Vortrag über „Leben und Sterben eines Gletschers“ hielt, traf sich der Rest des Staffs, um den morgigen Tag und Nachmittags-Ausflug in Skoldungen zu besprechen. In der Ferne wurden ein paar Grindwale gesichtet, doch sie erwiesen sich als nicht so kooperativ wie die Finn Wale.

Am Nachmittag konnte erfahren werden, wie die Küche, bzw. der Küchenchef, und Karolina, unsere Sommeliere, Wein und Essen aufeinander abstimmen. Danach bestand die Möglichkeit, sich zur Kaffee- und Teestunde zu treffen.

Da wir am Abend wieder unser Recap und die Vorschau auf Skoldungen haben würden, machte ich mich daran, Bilder für den „Internationalen Beobachter“ zusammenzustellen –und zu kommentieren. Es ist nicht immer einfach, Text und Bild zu verbinden, zumal in vielen Fällen das Bild gemacht wird, weil es interessant ist, aber der Text dazu noch nicht fertigsteht. In anderen Fällen habe ich ein Thema im Kopf und versuche dann, entsprechende Bilder aufzunehmen.

Von den ca. 35 ausgesuchten Bildern unserer Reise, machte ich eine Auslese von 14 für das heutige Programm. Die restlichen Bilder würden dann der Sonderausgabe vom 19. oder 20. August dazugefügt werden. Zuerst wurde die englische Version fertiggestellt, danach wurde sie ins deutsche übersetzt, bzw. neu bearbeitet.

Sowohl im deutschsprachigen Recap als auch in der englischsprachigen Version kam dieser eher humorvolle Beitrag gut an.

Ein Höhepunkt des späten Nachmittages war ein in der Ferne sichtbarer Eisberg –nicht die kleinen Eisbergchen der Fjorde Svalbards, sondern ein gewaltiges Stück! Wir würden noch schöne Formen in Grönland sehen, deswegen wurde auch kein Umweg gefahren...

Das Abendessen im Restaurant fiel heute für mich aus, da das Expeditionsteam eine Strand-Party für den Rest der Besatzung geben würde, und einige Mitglieder (darunter ich) zur Vorbereitung derselben auserwählt worden waren.

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