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Day 5 - June 21, 2009 - Amsterdamoya, Svalbard

By Juan Carlos Restrepo, Geologist

Co-ordinates: N 79º 44.072’, E 011º 00’
Weather: Blue skies
Air Temperature: -2ºC, 28ºF
Pressure: 1009 hPa
Wind: Up to 28 knots from the northwest

This morning I woke up to find out that, surprisingly enough, the weather was still as good as yesterday. It is quite extraordinary to have such consistently good weather in Svalbard as we have had on this voyage. Somebody on board must have the sunshine on a leash…

Early in the morning, my colleagues and I went ashore to scout the area around Smeerenburg for Polar Bears. The name “Smeerenburg” means “Blubber Town”. Its whaling station served as the main base for Dutch whaling in the first half of the 17th century, which was the period when whale hunting was still happening along the coastline and in the fjords of Svalbard.

Smeerenburg is situated on the island of Amsterdamøya, surrounded by fjords, tall glacier fronts, and steep rugged mountains. The most obvious sign of its days as a whaling station are the large cement-like remains of blubber from ovens where the blubber was boiled. The rest of the old Smeerenburg has largely disappeared under layers of sand.

When ashore, the Expedition Team organized guided walks of the area. The snow was quite deep still so we took the coastal route. The morning was cold and the wind was picking up, so most of our guests took no more than an hour to explore the landing site. From the shore side we had a chance to see a Walrus swimming around the island.

We then came back on board and had a nice relaxing lunch as the ship sailed to Magdalenafjorden. The fjord was protected from the wind and lined by majestic mountains, tall glaciers and magnificent nature – one of the most beautiful fjords in Svalbard. 

Thousands of Little Auks were nesting and flying around the scree slopes. Magdalenafjorden place is like a glaciology book; the influence of the last ice age has modeled this area into a stunning glacial landscape. All around the ship we could see advancing and retreating glaciers, crevasses, cirques, horns, arêtes and many more features that are typical of glaciated areas.

The Prince Albert II sailed around the fjord and most of us were on deck enjoying the great vistas and the sunshine. At 4 pm Christian Walter hosted a Team Trivia Quiz and then our marine biologist Robin Aiello gave a very interesting lecture on marine mammal adaptations. Simultaneously Stefan Kredel spoke to our German-speaking guests about plate tectonics.

At 6 pm the Expedition Team presented the daily Recap & Briefing, which was followed by the Venetian Society cocktail and dinner.


TAG 5 | 21. JUNI 2009 | SMEERENBURG, SVALBARD, NORWEGEN
von Christian Walter

Koordinaten: 79°44.072’N, 011°00’O
Wetter: Sonnig, aber sehr frisch
Luft Temperatur: -2,9 Grad Celsius
Luftdruck: 1010
Wind: 40,4 Kmh

Nach einer ruhigen Nacht vor Anker im Smeerenburgfjord (bei 79 Grad 43’ 29“Nord und 11Grad 02’ 04“ Ost), sollte der Sonntag zu dem Besuch eines der bekanntesten Orte Spitzbergens genutzt werden. „Smeerenburg“, die ehemals wahrscheinlich wichtigste Walfaengerstation des Nordens, mal als „Transtadt“, mal als „Speckstadt“ uebersetzt, hatte noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Fantasie manch eines Autoren befluegelt, der dort eine bluehende Stadt mit zig-Tausenden von Bewohnern (darunter auch Damen zwielichtigen Charakters, die auf Walfaenger-Jagd gingen) sah. Die Realitaet hatte ganz sicher anders ausgesehen, und wir Lektoren machten uns kurz nach 07:oo Uhr auf den Weg, um die Ueberreste der Haeuser und Tranoefen, die Graeber und vor allem die Spuren, die die Zeit hinterlassen hatte, anzusehen.   

An Land angekommen, sollte sich das bestaetigen, was schon die Nacht ueber vom Schiff ausgemacht worden war: von den Resten des Ortes war so gut wie nicht zu sehen, da die gesamte Region von Schnee und Eis bedeckt war..., zudem zeigte dieser sonnige Sonntag auch die andere Seite des Nordens: Kaelte, Wind und Naesse (Naesse allerdings nur bei der Ueberfahrt).

Der urspruenglich vorgesehene Landeplatz konnte nicht genutzt werden, da dort Walrosse lagen. So mussten wir auf der Ostseite von Amsterdamoya Stufen in den vereisten Schnee schlagen, um entlang des verschneiten Strandes zu den Resten der Tranoefen und Hausgrundrisse zu gelangen. Die Gruppen 1, 2, 3 und 4 wurden jeweils in kleinere Gruppen von 10 – 14 Gaesten unterteilt und wir wanderten durch den Schnee bis zu der modernen Gedenktafel des Ortes und Rafal, unserem polnischen Baerenwaechter. Auf dem Rueckweg der zweiten Gruppe zeigte sich ein Walross kurz im Wasser, bevor sowohl wir als auch das Tier diesen windigen und kalten Ort verliessen.

An eine Zodiacfahrt weiter suedlich im Smeerenburgfjord war nicht zu denken, da dies in der Kaelte und bei dem Wind zu ungemuetlich gewesen waere. So beschlossen Conrad und Kapitaen Stahlberg, dass wir uns in den Magdalenenfjord im Westen begeben sollten; dort wuerden wir vom Winde geschuetzt die Fjordlandschaft geniessen koennen. Waehrend der dreistuendigen Fahrt dorthin wurde die Bruecke geoeffnet, wovon knapp 20 vorwiegend deutschsprachige Gaeste innerhalb der ersten 30 Minuten Gebrauch machten.

Der Nachmittag war von wunderbaren Blicken auf die verschneiten Berge und Gletscher des Magdalenenfjordes gepraegt. Anstelle einer Zodiacfahrt wurde die Prince Albert II soweit in den Fjord hineingefahren, wie es die Seekarten zuliessen. Wir verbrachten mehr als eine Stunde dort, bevor die Fahrt in Richtung Sueden und unser naechstes Ziel, den Bellsund, aufgenommen wurde.

Waehrend der Fahrt lag es an mir, den Conferencier eines Quizs mit Fragen zum Schiff und unserer Reise zweisprachig zu spielen. Stefan wurde dann mit seinem Vortrag ueber „Plattentektonik“ eingesetzt, bevor es zum Recap (Monika mit arktischen Pflanzen), der Vorausschau auf den Bellsund und Stefans Beitrag zur Mitternachtssonne kam.

Fast ein viertel alle Gaeste war danach zur Cocktailparty der „Venetian Society“ (=den Vielfahrern von Silverseas) in der Observation Lounge eingeladen. Das Abendessen war wieder ein Genuss, und zum Abschluss des Tages koepfte Karolina eine Flasche Champagner fuer ein Geburtstags“kind“ in der Panorama Lounge.

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