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Day 5 - June 5, 2009 - Fair Isle And Lerwick, Shetland Islands

By Robin Aiello, Marine Biologist

Co-ordinates 59°30.3’, 001°38.3W
Weather: Overcast with scattered rain squalls, strong winds
Air Temperature: 8C
Wind: 25 – 35 knots

The journey to Fair Isle was rough all night long! It was a relief when the ship anchored in the relative shelter of the southern part of Fair Isle. As soon as the anchor was set, the Expedition Team dropped the first Zodiac and went ashore to scout the conditions. Luckily, the jetty we were using was very well sheltered and the Zodiacs could come alongside without any problem.

Guests started disembarking into the Zodiacs on time at 0800. For many of the guests, this was their first experience riding in the Zodiacs, and I could see the smiles growing as I took boat after boat full of people ashore.

Once ashore, our group was met by local birding guides who took us on a casual walk through the sheep paddocks to the sea cliffs where hundreds of seabirds were nesting. The scenery was spectacular with the frothing seas crashing onto steep dark cliffs.

Tucked into any available ledge was an assortment of seabirds sitting on their nests. These included Common Guillemots, Northern Fulmars, Razorbills, Kittiwakes and Puffins. At first, all we saw of the Puffins was an occasional one flying past in a hurry, but after about 15 minutes, a solitary Puffin landed on the grass only a few meters from the group, giving us a fantastic view. This Puffin gave us the most incredible photo opportunity – seemingly showing off its colourful beak for us all to see.

As we walked back across the field, we saw even more birds common to this area, including the Great Skua, Pied Oystercatcher and Great Blackbacked Gull.

By the time we reached the ‘town’ (there are only 70 people living on the island), most of us were dripping wet from the rain. But the locals had put such an effort into making us feel welcome by serving us tea and snacks, that we soon forgot about the wet and cold and were excitedly talking about what we had seen so far.

We had to return to the ship by 1100am, so we slowly made our way back to the landing site and onto the Zodiacs for the return run. By this time, however, the seas had increased and the ride back was wetter and bumpier than before, but we were soon all onboard and eating lunch while the ship relocated.

Our original schedule had us visiting Mousa Island, but the sea conditions were too rough to make the landing, so we sailed to Lerwick – a four-hour journey into some big swells.

Camille, the onboard professional photographer held another photography workshop that covered more technical topics such as how to set the apertures, use the histograms, and modify the photos in media programs.

Lerwick is a lovely little town encircling a small harbour. Before coming alongside the pier, the Expedition Team held a quick Recap & Briefing in The Theatre. During this session, the biologists reviewed the bird species we saw today and explained some of their adaptations, and the geologists explained how the Shetland Islands formed and how some of the oldest rocks we saw dated back billions of years.

After the Recap & Briefing, many guests decided to brave the strong cold winds and wander around Lerwick, before coming back onboard for dinner. The Prince Albert II was to remain alongside all night, so we were guaranteed calm conditions and a good night’s sleep. Tomorrow we would disembark early for our half-day bus tour of the island and some of its historic sites.


DAY 5 | JUNE 5, 2009 | FAIR ISLE, SHETLANDINSELN
von Dr. Monika Steinhof, Lektorin für Biologie

Koordinaten: 59*30.843’N – 001*38.79’W
Wetter: stürmisch,  bewölkt und regnerisch
Luft Temperatur: 8 C
Wind: 25 -35 knoten

Nach einer stürmischen nächtlichen Überfahrt von Aberdeen zu den Shetland Inseln erreichen wir bei immer noch rauer See die kleine Insel Fair Isle im Süden der Shetlands. Die frühe Ankunft und der Beginn der Ausbootung gegen 8.00 Uhr erfordern ein zeitiges Frühstück, das unsere Gäste in aufgeregter Erwartung auf die erste Zodiac-Ausbootung zu sich nehmen. Einige Frühaufsteher sind schon mit mir an Deck, um die ersten Vögel anzuschauen und vielleicht sogar zu fotografieren.

Trotz der starken Dünung kommen wir alle problemlos mit den Zodiacs zur Landestelle im Süden der Insel, wo wir über eine kleine, rutschige Pier die von tausenden von Vögeln, hunderten Schafen aber nur 70 Menschen bewohnte Vogelinsel betreten. Schon bei der Anfahrt sehen wir die ersten Krähenscharben, völlig schwarze Verwandte der Kormorane, tief im Wasser liegend in der Bucht. Elegante Basstölpel fliegen über uns hinweg.

Zwei Ornithologen der örtlichen Vogelwarte, die uns bei unserer Ankunft begrüßen, führen uns in Gruppen zu den Vogelkolonien in den Felsen der Steilküste. Küstenseeschwalben, die im Sommer auf der Nordhalbkugel brüten und den Winter in der Antarktis verbringen, versuchen lautstark, uns von ihren Nestern fernzuhalten. In den Felsen brüten Eissturmvögel, Austernfischer, Tordalken und Trottellummen. Dreizehenmöwen sitzen auf ihren aus Schlamm und Speichel aufgetürmten Nestern. Oben auf den Klippen stehen wir gleich bei den teilweise auch von Papageitauchern benutzten Kaninchenlöchern. Die Papageitaucher umkreisen uns mit ihrem schwirrenden Flug, die orangefarbenen Beine nach hinten abgespreizt. Sie legen ihr einziges Ei in bis zu 2 m tiefen Höhlen, um es vor Räubern zu schützen. In der durch die vorgelagerten Klippen geschützten Bucht schwimmen Eiderenten und eine an ihren weißen Flügelflecken gut erkennbare Gryllteiste. Schließlich tauchen unten drei Kegelrobben auf, die uns im Wasser herumtollend zu beobachten scheinen. Elegant gleiten sie durch das seiche Wasser der Bucht.

Unser Rundgang führt uns über die Kirche zum Gemeindehaus, wo uns die Inselbewohner mit Kaffe, Tee und Gebäck bewirten. Daneben bieten sie handgefertigte Strichwaren aus der berühmten heimischen Wolle und andere Souvenirs an. Leider müssen wir viel zu schnell wieder aufbrechen, da sich das Wetter langsam verschlechtert und wir zurück zum Schiff müssen. Bei stürmischem Wind und heftiger Dünung erreichen wir die Price Albert II, nicht ohne die ersten Spritzer Meerwasser abbekommen zu haben.

Wir nehmen Kurs auf die unbewohnte Insel Mousa. Kurz darauf erfährt der Kapitän, dass die Fährverbindung nach Mousa aufgrund der Witterungsbedingungen für heute eingestellt wurde und somit unsere lokalen Führer die Insel nicht erreichen werde. Er beschließt, die Anlandung in Mousa nicht durchzuführen, da die Bedingungen zu ungünstig sind und die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann. Wir ändern den Kurs in Richtung unseres nächsten Zieles: Lerwick.

Das Nachmittagsprogramm wird also kurzfristig geändert, wie es auf Expeditionen wir der unseren immer wieder einmal vorkommen kann. Gegen 14:30 treffen die Gäste unsere Bordphotographin Camille Seaman zu einem Fotoworkshop im Theater. Sie gibt ihnen heute einige technische Hinwiese und Informationen, die beim Fotografieren und beide der späteren Bildbearbeitung zur Verbesserung der Qualität beitragen können.

Zum heutigen Recap treffen wir unsere Gäste in der Observation Lounge. In einer kurzen Rückschau stelle ich ihnen die Vögel vor, die wir am heutigen Vormittag gesehen haben. Danach erfahren sie von Stefan, welche Ausflüge für den nächsten Tag geplant sind.

Währendessen haben wir den Lotsen an Bord genommen und fahren in den Hafen von Lerwick ein. Gegen 18.00 Uhr ist das Schiff freigegeben und die ersten Gäste gehen an Land, um die Hauptstadt der Shetlands zu erkunden. Im Laufe des Abends nutzen wir alle die Gelegenheit, ums in der Stadt umzusehen und vielleicht auch einen Blick in die Pubs zu werfen. Alle freuen sich auf eine friedliche Nacht an der Pier.

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