Voyage Journal 7914 Day 16

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Day 16 - June 16, 2009 - Poolepynten, Svalbard

By Robin West - General Naturalist

Co-ordinates: 78° 27.148’N, 011° 53.821’E
Weather: Partly Cloudy with slight breeze
Air Temperature: 4C
Wind: Light Breeze

The plan for today was to visit Poolepynten in the morning and then make our way over to St. Jonfjorden for the afternoon. However, what we had planned and what the weather and ice would allow us to do was to be completely different. Our landing on Poolepynten was completely blocked by sea ice. After much debating, the Captain, Peter Stahlberg, and Expedition Leader, Conrad, came up with a plan that would allow us to get very close to Poolepynten. This gave us an opportunity to see what we had come for and what Poolepynten is best known for, and that is Walruses. After lowering the Zodiacs, we began with disembarkation. Once in the Zodiacs, the Captain led the way and made the most of our 1A ice-strengthened hull and, in true expedition style, opened a lee for us. The Zodiacs soon followed along an ice-free path as the ship cleared the way all the way to Poolepynten. Once closer to Poolepynten, the ship pulled away and the Zodiacs headed in closer. Almost immediately we spotted our first three Walruses in the water. We then identified two more on the shore and slowly moved in. It was not long before we were getting excellent photos of two large male walruses.

Our time was limited as the sea ice was moving in quickly. We started our retreat, only to be met by two more Walruses. The one was very curious and swam straight for our Zodiac and showed his interest by almost putting his nose right up against the Zodiac. The guests in the Zodiac had an incredible close up encounter with this magnificent animal, many of the guests could not even fit him in the frame of the camera due to them all have large zoom lenses!

The ice had moved in and closed our escape to the open sea. The Captain came to the rescue. He once again moved in very close with the ship, parted the ice, turned sharply and all Zodiacs fell in and like a mother duck with her chicks, we were all safely navigated out into open water.

What looked like a cancelled landing in the morning turned out to be one of the best Walrus experiences ever. The guests were just “blown away” and could not believe how well the morning had turned out.

Due to reports of heavy ice from other ships in the St. Jonsfjorden area, we decided to cancel and move to Barentsburg, a Russian coal mining town. This was the first time the Prince Albert II was to call at Barentsburg. Not knowing what to expect from a Russian coal mine community, we proceeded with caution.

To all of our amazement, this turned out to be an excellent historical and cultural stop. We had a chance to visit the church, local pub, post office, museum and the highlight of the afternoon was the song and dance show.

With all the emphasis always put on nature and polar bears, we are quick to forget that as important, are the communities that work and inhabit the area of Svalbard. The afternoon stop at Barentsburg was one we will not soon forget.

That evening we all returned to ship to get ready for our final evening onboard the Prince Albert II. The Captain, Peter Stahlberg, invited us to the Farewell Party.


TAG 16 | 16 JUNI 2009 | POOLEPYNTEN, SVALBARD
von Stefan Kredel, Geologe

Koordinaten: 78°27.148’N, 011°53.821E
Wetter: mit leichte briese
Luft Temperatur: 4C

Erstens kommt es oft anders, und zweitens, als man denkt. So könnte das Motto des heutigen Tages gewesen sein.

Für heute Morgen war im Chronicles, unserem Programm mit allen geplanten Tagesaktivitäten, eine „Ausbootung nach Poolepynten“ geplant. Hier sind oft Walrosse zu sehen. Als wir aber morgens vor Poolepynten ankommen, müssen wir leider feststellen, dass sich ein dichter Eisgürtel vor der Küste befindet. Wind und Strömung haben hier auf etwa 1 km (freundliche mündliche Mitteilung von Herrn Walter) das aufbrechende Meereis dicht zusammen geschoben. Mit unseren Zodiacs war an ein Durchkommen nicht zu denken. Trotzdem haben wir erstmal die Zodiacs zu Wasser gelassen. Eine Zodiac-Tour entlang dieses Eisgürtels war die Idee. Dann aber hat unser Kapitän Peter Stahlberg probiert, in wie weit er mit unserer Prince Albert II einen Kanal in das Meereis machen kann. Und siehe da, er fuhr ins Eis, es bildete sich eine schmale Wasserstrasse hinter der Prince Albert II und kurz vor der Insel befand sich eine etwas größere fast von Meereis freie Stelle. Und so kamen wir doch noch nah genug an die Küste, um die Kolosse zu sehen. Ich denke nach unserem Outing kann man guten Gewissens die Walrosse auch so bezeichnen. An Land sehen wir einige liegen, oder auch sich schleppend zu einem anderen Platz bewegend. Wobei wir natürlich darauf achteten immer den nötigen Abstand zu den Tieren zu halten, damit nicht wir der Grund für eine Störung der Tiere wurden. Allerdings hielten nicht alle Tiere den Abstand zu uns. Und so schien es reine Neugier zu sein, dass einige Tiere nahe zu unseren Zodiacs schwammen und uns offensichtlich eine Weile begutachteten bevor sie wieder weiter schwammen.

Nach einer Stunde, die wie im Fluge zu vergehen schien, manövrierte Kapitän Peter Stahlberge die Prince Albert II in den sich wieder geschlossen Packeisgürtel und wir konnten ihm mit den Zodiacs in offenes Wasser folgen, wo dann alle Gäste zurück an Bord gebracht werden konnten.

Zurück an Bord wurde uns mitgeteilt, dass unser Nachmittagsziel, der St. Johnsfjord, nicht angelaufen wird. Grund war, dass unserer Expeditionsleiter Conrad Combrink Kontakt mit einem anderen Schiff hatte, was just heute Morgen im Bereich unseres Nachmittagszieles war und dort unverrichteter Dinge wieder abziehen musste. Zu viel Eis war im gesamten Fjord.

So beschlossen wir gleich ein anderes Ziel anzulaufen. Ausgewählt wurde Barentsburg. Dies ist die letzte noch aktive russische Kohlemine im Bereich Svalbards.

Gegen 15:00 Uhr kamen wir also in Russland an. So zumindest schien es vielen von uns, als wir die Minenstadt vor uns liegen sahen. Grau, ein bisschen triste und verfallen. Aber an Land wurden wir eines anderen belehrt. Zwar sah das Straßenbild der momentan etwa 400 Seelen zählende Gemeinde nicht gerade einladend aus. Doch waren wir aber von dem Museum positiv überrascht und angetan. Hier war mit viel Liebe, aber auch recht professionell, viel an Geologie, Biologie und Geschichte ausgestellt. Im Anschluss führte die lokale Folkloregruppe der Minenarbeiter und ihrer Frauen eine Vorstellung im lokalen Theater auf. Speziell, aber im positiven Sinne, würde ich diese Tanz- und Gesangsvorführungen bezeichnen.

Zurück an Bord gab es den obligatorischen Abschiedscocktail von und mit unserem Kapitän Peter Stahlberg. Er lies es sich nicht nehmen, sich bei allen Besatzungsmitgliedern zu bedanken, und viele von ihnen erschienen auch auf der Bühne. Nach einem letzten, wieder exquisiten,  Abendessen, gab es noch einen Rückblick auf unsere Reise. Unsere Bordphotographin Camille zeigte einen Reiserückblick mit digitalen Photos, untermischt mit kurzen Filmsequenzen. Beeindruckt was wir die letzten 16 Tage seit Hamburg alles gesehen hatten, ginge wir zum letzten mal in unsere Suite.

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