0/0

Day 10 - June 10, 2009 - Leknes - Lofoten Islands, Norway

By Robin West - General Naturalist

Co-ordinates: 68º 07.712’N, 013º 34.458’W
Weather: Sunny with slight breeze
Air Temperature: 14C
Sea Temperature: 11C
Wind: Light Northerly

This morning we woke up to another sunny day while the Captain and his bridge officers navigated us into Leknes, situated on the largest of the Lofoten islands: Vestvågøy. The Lofoten islands ‑ the word itself is magic ‑ present themselves from the sea ‑ breathtaking and fascinating. There is an approximate 190-km-range of mountains with a sheer drop into the sea, and one can hardly imagine the rich green vegetation in the valleys and the villages as well as the fishing ports when one sails towards this wall of granite. As we were having breakfast, the Zodiacs were lowered by the Expedition Team. At 08h45 we disembarked the ship to be met ashore by the Expedition Team. We had an easy dry landing from the Zodiac onto the jetty and once ashore, the coaches were waiting for us.

We started our drive from Leknes, where agriculture is just as important as the fisheries. After a short drive, we crossed underneath the narrow sound between Lilleeid and Napp. We continued towards Nusfjord, which is one of the most idyllic and best preserved fishing villages in the Lofoten. It was one of the three places selected for the European Architectural Heritage Year in 1975 and is today operated as an open-air museum. Here we could study the architecture of the fishermens' dwellings. These houses are today popular holiday homes for the tourists who want to take part in the outdoor activities arranged in this region. 

After a quick photo stop at the beach returning to Vestvågøy, we drove on to Lofotr, the site of the ancient Viking Farm that was discovered by accident by a farmer ploughing his land in the early 1980s. Today it has been reconstructed and is considered to be an archaeological sensation. The main building itself has a length of 83 metres and all around there are various exhibitions and reconstructions. We got a very realistic impression of the living conditions in these bygone times.

Soon enough the morning had gone by and it was time to return to the harbour. The Expedition Staff were ready in their Zodiacs to take us back to the Prince Albert II just in time for lunch.

The afternoon had more spectacular sights to offer. At 17h00, Captain Stahlberg made an announcement that we were approaching Trollfjorden. This narrow 80-150-metre-fjord, with its highest peaks covered with snow at around 120m and with a maximum depth under the keel of 60 meters, was a sight to see. We all came out on deck with our cameras ready as the Captain navigated the ship skilfully through the fjord.

This was the talk of the evening over dinner. We were all impressed by the mind-blowing scenery this part of the world has to offer. We went to our beds early this evening as the following morning we’d be up early to be out on deck for some whale-spotting.


DAY 10 | JUNE 10, 2009 | LOFOTEN, NORWEGEN
von Stefan Kredel, Geologie

Koordinaten: 68º 07.712’N, 013º 34.458’W
Wetter: sonnig
Luft Temperatur: 14C
Meeres Temperatur: 11C
Wind: leichte Briese

Gestern Abend haben wir unseren letzten Sonnenuntergang dieser Reise erleben dürfen. Nachdem wir gestern den Polarkreis überquert haben, sind wir nun schon im Bereich der Mitternachtssonne. D.h. bis wir von Bord gehen, wird die Sonne nicht mehr untergehen.

Heute Morgen erreichen wir bei außergewöhnlichem Wetter den Hafen von Leknes, der Hauptstadt der Lofoten. Die Sonne strahlt, und fast kein Wind ist zu spüren. Ein Wetter, was hier sehr selten ist.

Heute Vormittag sehen wir bei einem Busausflug ein wenig der Landschaft dieser abgelegenen Inselgruppe, aber auch etwas von ihrer Vergangenheit, als hier noch die Wikinger wüteten.

Um 09:00 Uhr geht es von der Pier los und wir fahren nach Nusfjord. Auf dem Weg dahin sehen wir die typische Fjordlandschaft mit vielen Schafen und zwei der einzigen drei Esel, die es auf den Lofoten geben soll. Dies scheint ein Highlight für die Bewohner zu sein, denn die Esel werden uns sowohl bei der Hinfahrt als auch bei der Rückfahrt gezeigt.

Nusfjord ist Norwegens älteste und besterhaltenes Fischerdorf. Gebäude und Baustil sind erhaltungswürdig und haben ihre ursprüngliche Eigenart in hohem Grad erhalten. Vier der Fischerhütten in Nusfjord sowie die Kraftstation von 1905 sollen unter Kulturschutz gestellt werden. Bei archäologischen Ausgrabungen fand man Fischerhütten aus dem Jahr 400 n. Chr. Diese Funde bestätigen die Annahme, dass auf den Lofoten  und in Nusfjord schon in der frühen Wikingerzeit „Handelsfischerei“ betrieben wurde, was früher schwer zu beweisen war.

Bei dem heutigen herrlichen Wetter macht es natürlich Spaß, ein wenig dieses heute so verträumte Dorf zu erforschen. Auf der Weiterfahrt danach fahren wir zuerst wieder durch den Tunnel, der die kleine Insel Flakstad mit der Hauptinsel Vestvag verbindet. Den Tunnel gibt es erst seit 1990. Er ist 1780 m lang, liegt 62 m unter dem Meeresspiegel und 35 m unter dem Ozeanboden. Direkt nach der Eröffnung des Tunnels gab es Probleme, da Füchse zu der nun für sie neu erreichbaren Insel Flakstad gelangten, und dort die ahnungslosen Hasen überrascht hatten. Heute verhindert ein Sonar weitere Fuchsbewegungen auf diesem Wege.

Unser nächster Stopp ist das Lofotr, einen alten Wikingerhof, der in den 1980er Jahren zufällig beim Pflügen gefunden wurde. Heute ist er restauriert und gilt als archäologische Sensation!

Ein großer Exportschlager der Lofoten ist der Stockfisch. Dies ist getrockneter Dorsch, der steinhart wird und gut 80% seines ursprünglichen Gewichts verloren hat. Bei Preisen von um die 45 Euro für das Kilo ist eine komplette Lastwagenladung viel Geld wert. Und so werden diese nach mehreren Zwischenfällen generell Satellitenüberwacht.

Gegen Mittag sind wir zurück an der Pier und es geht mit unseren Zodicas direkt zurück an Bord der der Prince Albert II zum Mittagessen.

Für den Nachmittag steht nichts Besonderes auf dem Programm. Zu schön ist Wetter und Landschaft und so halten sich fast alle Gäste auf den Außendecks auf um diese herrliche Landschaft bei diesem Bilderbuchwetter zu genießen.

Und um 17:30 steht noch ein landschaftlicher Leckerbissen auf dem Programm, die Fahrt in den Troll-Fjord. Dieser enge Fjord kann von großen Schiffen nicht befahren werden. Nur kleine Schiffe wie unsere Prince Albert II können diesen Fjord befahren. Und so ist das gesamte Außendeck dann auch voll, um diese Fahrt zu verfolgen. Der Fjord hat eine Tiefe von etwa 50 m. Von den steilen Felswänden stürzen immer wieder Wasserfälle in die Tiefe. Insgesamt verbringen wir im Fjord 1 ½ Stunden. Aber es geht noch weiter. Den ganzen Abend ziehen die beeindruckenden Fjordlandschaften an uns vorbei.

PREVIOUS  |  NEXT