0/0

Day 8 - June 30, 2011 - Ice Cruising in Southern Spitsbergen

By Juan Carlos Restrepo, Geologist

Co-ordinates: 76º 10.5’ N, 017º 51.5’ E
Weather: Cloudy
Air Temperature: 6º C
Pressure: 1017 hPa
Wind: Calm


When I am home and think of Svalbard, I picture in my head what I saw this morning. A calm sea, its surface like a glass, and lots of sea ice around. A very gentle, low and ample swell, barely noticeable, was quietly rocking the ice floes up and down.

Since early this morning, my colleagues and I were up on the Bridge and open decks looking for polar bears. We saw hundreds of harp seals scattered all over the place, many swimming and most hauled out on ice floes. This is quite unusual; as a matter of fact no one from our team had ever seen harp seals in these numbers. We obviously thought that there would have to be bears around hunting, but no, despite all 26 eyes from the Expedition Team fixed on the water and the ice, plus the officers and the guests’ eyes, we could not spot a single bear. We spent the whole morning searching and scanning the horizon, and nothing. However, this was not a disappointment, as we had already seen bears on this cruise and also because despite the absence of bears, the scenery was truly magnificent. Fulmars perfectly reflected on the water. The rare fly-by of a flock of Brent’s Geese. And the calm and almost surreal conditions as the Silver Explorer navigated its way under the skilled hands of Captain Peter Stahlberg through the icy waters of southeast Spitsbergen.

During lunch, the Captain decided to start heading south to Bear Island and so we left Spitsbergen and the ice behind. At 14h30 Kara Weller gave a lecture entitled “Marine Mammals of the North Atlantic”, and guess what it was about? Yes, about marine mammals of the North Atlantic! It was a very informative talk and she covered whales and seals, their biology, adaptations and main features.

At 15h30 our bartender, Terence, hosted a Martini Making Demonstration, which was well attended and a lot of fun. This activity was followed by Tea Time and a Recap & Briefing at 5 pm hosted by the Expedition Team.

The cruise is unfortunately coming close to its end, and at 19h00, Captain Stahlberg offered his Farewell Cocktail Party followed by a sumptuous gala dinner, which I enjoyed in the company of two lovely couples from Finland and Sweden.

Time to go to bed now; tomorrow we have one of the best Zodiac cruise locations you are likely to find anywhere: Bear Island! I cannot wait!



Tag 8 | 30 Juni 2011 | Stortfjorden, Svalbard, Norwegen
Christian Walter, Historiker

Koordinaten: 76° 10’ N, 17° 53’ O Mittagsposition
Wetter: Größtenteils wolkenverhangen, aber gute Sicht, kaum Wind bei 4° Celsius


Ein Tag auf See bedeutete noch lange nicht, dass die Lektoren ausschlafen durften, und so versammelten wir uns um 07:00 Uhr auf der Brücke, um abzumachen, wer von der Wärme der Brücke oder der Frische der Aussendecks aus auf Bärensuche war.

Klaus hatte sein Spektiv auf Deck 6 aufgebaut, die Bärenhüter Karolina und Chris zogen die Brücke vor. Robben wurden gesehen, doch Bären waren gefragt…

Kapitän Stahlberg versuchte, das Schiff so ruhig wie möglich auf Kurs zu halten, aber bei jeder Berührung mit größeren Eisschollen bewegte sich die Silver Explorer als ob sie das Eis abschütteln wolle. Die Konzentration des Eises war nicht so dicht wie erwartet, wahrscheinlich durch die aus dem Süden kommende, langgezogene Dünung, welche das Eis zerbrochen und verteilt hatte.

Obwohl die Bedingungen für Eiskreuzen im Südosten Svalbards als sehr gut vorausgesagt worden waren, erwiesen sich die während der Vorschau gezeigten Eisbilder, die immer die Grundlage für unsere Routen, Anlandungen oder Zodiac-Ausflüge sind, damit leider als nicht mehr zutreffend.

Die vorgefundenen Verhältnisse zwangen Robin und den Kapitän, nach einer neuen Route in Richtung Eiskante zu suchen, sodass vielleicht doch noch eine Sichtung eines Eisbären möglich wäre. Damit dies geschehen konnte, mussten wir zuerst in Richtung Osten fahren, um dann nach Norden abzubiegen.

Um 10:00 Uhr konnte die Silver Explorer etwas mehr an Geschwindigkeit zulegen, und von den ehemals 4-5 Knoten zwischen den Eisschollen auf 10-11 Knoten in eisfreierem Gebiet wechseln.

Kurz vor Mittag wurde eine weitere Routenänderung bekannt gegeben, denn obwohl wir immer wieder Sattelrobben sahen und die Eissturmvögel auf Greifnähe an uns vorbeiflogen, der Bär auf Eis blieb leider noch aus.

Am frühen Nachmittag hieß es dann, Svalbard den Rücken zuzuwenden, und uns in Richtung Süden der Bäreninsel zu nähern, denn die Eisverhältnisse –und damit die Wahrscheinlichkeit einer Bärensichtung- verbesserten sich nicht.

So kam Uli dazu, seinen Vortrag über „Die Tiefsee –dunkle Welt mit großen Zähnen“ zu halten. Zeitlich vielleicht etwas unglücklich, denn eine Siesta hätte auch eingelegt werden können, aber weitere Programmpunkte des Nachmittages waren das Martini-Seminar, Rückblick und Vorschau und natürlich die Treffen mit dem Kapitän.

Das Bar-Team hatte zum Martini-Treffen 13 verschiedene alkoholische Getränke aufgebaut, um daraus 6 verschiedene Drinks herzustellen, darunter auch den „Golden Cadillac“. Aber auch das letzte, nicht-alkoholische Getränk „Eisberg“ (Mineralwasser mit Kohlensäure und Eiswürfel) fand Anklang.

Obwohl noch zwei Tage an Bord verbracht werden sollten, so gab es schon am heutigen Abend die Abschieds-Cocktailparty von Kapitän Peter Stahlberg mit Verleihung der Auszeichnung „des Angestellten des Monats“. Auch das anschließende Abendessen war wieder ein spezielles Ereignis, denn das Küchenteam unter Chefkoch Norbert Ruhdorfer hatte das Kapitäns-Abschiedsessen vorbereitet.

Die verschiedenen in Spitzbergen gesehenen Attraktionen waren verständlicherweise das Hauptthema des Gespräches.

Ein anschließender Orangensaft in der Panorama Lounge und die Musik von Alfredo sorgten für die letzte Unterhaltung des Tages, denn morgen früh würden wir eine spannende Zodiacfahrt entlang der Vogelklippen der Bäreninsel haben.

PREVIOUS  |  NEXT