Voyage Journal 7021 Day 4

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Day 4 - November 2, 2010 - Puerto Montt

By Chris Harbard

Co-ordinates: S 41 28', W 72 57'
Weather: Initial cloud and fog, then sunshine


With a full day of excursions we disembarked at Puerto Montt with cloud and fog, but with reassurances from our guide that the skies would clear. We boarded our coaches and headed for a gem of a location ... the Emerald Lake, or Lake Todos los Santos, situated in the Vincente Perez Rosalez National Park. We drove along the shore of one of South America's largest lakes, Llanquihue, and reached our destination where a catamaran awaited us. This took us on a delightful voyage across the lake with its light green waters, and as prediced, blue skies appeared and revealed the splendour that is the snow-capped Osorno volcano, at which point everyone reached for their cameras.

Arriving back at the coaches, we then journeyed along the Petrohue River to see some spectacular rapids and a fabulous waterfall. The walk to the viewing point took us through some typical woodland and offered those interested in birds the chance to see some new species, including the colourful Patagonian Sierra-finch. The last stop took us way up high, the coaches slowly ascending up the side of the Osorno Volcano, reaching the foot of the cable-car ride up to the snowy top of the peak. Up at a height of 1,200 metres, we were able to enjoy incredible views from way above the clouds, down to Lake Llanquihue in the distance. There was a chance to walk across the barren volcanic landscape where hardly any vegetation grows or take a coffee in the restaurant where the scenery simply takes your breath away.

The next thing on the itinerary was lunch, which everyone was ready for - what we didn't expect was the setting. The restaurant was called Bellavista, and it lived up to its name with a setting was almost surreal. We were greeted by Llamas, including one very friendly one called Gaston who seemed to have an eye for the ladies. Not content with that, there were also a few Emus (from Australia!), looking remarkably like their South American cousins, the rheas. The meal started, predictably, with a delicious Pisco Sour, and then offered some wonderful courses that included some locally farmed salmon. From the table you could see across the lake to the Osorno Volcano that we had been walking on only an hour before, a view that almost distracted you from your food.

Then it was time to board the coaches one more time and head back to Puerto Montt with time for a quick shop at the local handicraft shops before embarking on the ship again, this time by Zodiac as the ship had to anchor offshore because the tide had changed. A briefing by Robin about tomorrow's excursions was followed by quick recaps from Victoria, Claire and myself, after which, it was time for dinner.

TAG 4  | 02. November 2010  | Puerto Montt, Chile
von Brigitte Fugger, Ornithologie, Meeresbiologie

Mittagsposition: 41° 28’ 95” S, 072° 57’ 30” W
Wetter: zunächst neblig, dann aufklarend und sonnig
Lufttemperatur: 10°C am Mittag, 16°C am Nachmittag
Meerestemperatur: 11°C
Wind: mit Stärke 1 aus SSW

Wir erreichen die Pier von Puerto Montt wie geplant am frühen Morgen. Nebel liegt über der Stadt und so sehen wir zunächst nicht allzu viel von dem Verwaltungszentrum der „Region de los Lagos“, der Seenregion Chiles. Puerto Montt wurde am 12. Februar 1853 von deutschen Einwanderern gegründet und hatte bei der letzten Volkszählung im Jahr 2002 knapp 176.000 Einwohner. Die Ansiedlung der Deutschen wurde von dem damaligen chilenischen Präsidenten Manuel Montt und seinem Berater Bernhard Philippi gefördert und sollte der Entwicklung dieser abgelegenen Region dienen. Ihre Pläne gingen auf.

Nach dem Ausstieg durchlaufen wir zunächst die Kontrolle der chilenischen Behörden, die nach Obst und anderen Esswaren schauen. Um 08.15 Uhr sind wir alle im Bus und die für heute geplante Rundfahrt zum Smaragd-See, den Petrohue-Wasserfällen und dem Vulkan Osorno kann beginnen. Unsere lokale Führerin ist Ingrid. Sie gehört zur 5. Generation der damaligen deutschen Einwanderer. Ich selbst und Hans-Peter Reinthaler begleiten die Tour.

Wir durchqueren Puerto Montt und gewinnen langsam an Höhe, gut versorgt mit Informationen von Ingrid – zur Geschichte der Region, zum sozialen Wohnungsbau und vieles mehr. Auf einer Nebenstrecke erreichen wir den Erholungsort Puerto Varas am Llanquihue-See, dem mit einer Fläche von 875 km² zweitgrößten See Südamerikas. Mittlerweile hat es deutlich aufgeklart und wir blicken über ganze Wälder von blühendem Stechginster, über Weiden mit schwarzbunten Kühen und eine fast voralpenähnliche, grüne Landschaft. Grellrot blühende einheimische Notro-Büsche setzten deutliche Akzente.

Wir folgen dem Ufer des Llanquihue-Sees für eine Weile und biegen dann ab Richtung „Parque Nacional Vicente Perez Rosales“, einem landschaftlich wunderschönes Schutzgebiet mit großen Südbuchenwäldern, Wasserfällen - und dem Smaragd-See, dem ersten Ziel unserer Tor. Auf dem direkten Weg geht es vom Bus zum Katamaran. Schon während der Anfahrt konnten wir erste Blicke auf die schneebedeckten Gipfel der beiden nahen Vulkane werfen: den Calbuco (2003 m), der zum letzten Mal 1961 ausbrach – und den perfekten Kegel des Osorno (2652 m), der zuletzt 1869 aktiv war. Auf unserer kurzen Katamaran-Fahrt über den Smaragd-See werden sie unsere Lieblings-Fotoobjekte.

Zurück im Bus geht gleich weiter hinauf zum Skigebiet des Osorno. Auf kurvenreicher Strecke durchqueren wir herrliche Waldgebiete und landen schließlich auf über 1200 m Höhe bei der Skilift-Station. Unterwegs spreche ich über die einheimische Fauna wie über die Besonderheiten von Stratovulkanen wie dem Osorno. Außerdem entdecken wir doch tatsächlich 2 der seltenen Andenkondore. Gemächlich schrauben sich diese majestätischen Vögel in einer Thermiksäule nach oben. Mit einer Spannweite bis 3,20 Meter und 10 - 14 Kilogramm Gewicht gehören sie zu den schwersten flugfähigen Vögeln überhaupt.

Bei der Skiliftstation angekommen kann von Vegetation nicht mehr die Rede sein, dafür ist der Ausblick atemberaubend – der schneebedeckte Osorno auf der einen, der Calbuco und eine dicke Nebeldecke über dem Tal auf der anderen Seite. Und immer noch haben wir prächtigstes Wetter, beide Vulkane sind wolkenfrei, und die Sonne scheint. Auf der Rückfahrt von diesem Aussichtspunkt entdecken wir noch Haubenkarakaras und – bei einem kurzen Stopp beim „Burbuja Crater“ - einige interessante einheimische Pflanzen.

Das Mittagessen ist heute im Hotel Ensenada am Fuß des Osorno geplant. Dieses stilvolle alte Haus ist schon fast mehr ein Museum als ein Restaurant. Wie üblich gibt es eine Pisco Sour zur Begrüßung, gefolgt von einer leckeren Gemüsesuppe mit Käse-Empanadas, einem Lachsgericht, Nachtisch und Kaffee. Im Garten blühen Rhododendren und Flieder und man fühlt sich schon fast wie im heimischen Frühling.

Für unseren letzten Stopp kehren wir nochmal in den Nationalpark zurück und zu den Petrohue-Wasserfällen, die sich in wilden Strömen über die Basaltklippen ergießen. Besonders attraktiv macht sich der alles dominierende Kegel des Osorno im Hintergrund. Auf der Rückfahrt nach Puerto Montt gönnen wir uns eine kleine Denk- und Gesprächspause und genießen einfach die Landschaft.

Zurück im Hafen ist uns das Schiff abhanden gekommen! Wie wir hören, ist der Tidenhub hier so groß (bis 5,5 m!), dass Gefahr bestand mit der Brücke auf der Pier aufzusitzen. Also verließ die Prince Albert II die Pier am späteren Vormittag, und wir müssen jetzt mit den Zodiaks zu ihr zurückkehren – kein Problem bei diesem herrlichen Wetter! Aber zuvor nutzen einige Gäste noch die Gelegenheit für Einkäufe im nahen Kunsthandwerksmarkt.

Wir treffen uns erneut um 19.00 zur Rück-und Vorschau. Dabei komme ich nochmals auf den Andenkondor zurück und übersetzte dann die Informationen unserer Anthropologin Claire Allum zu den Mapuche, einer der bekanntesten Volksgruppen Chiles, die in dieser Region zuhause ist. Hans-Peter Rheinthaler beschließt das Treffen mit einigen Bemerkungen zum Thema Stechginster und einer ausführlichen Vorschau auf den morgigen Tag auf der Insel Chiloe. Jetzt müssen wir nur noch die Daumen für das Wetter drücken!

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