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Day 11 - November 9, 2010 - Garibaldi Fjord

By Claire Allum, Archaeologist/Anthropologist

Co-ordinates: 54°48’24”S 69°57’55”W
Weather: Grey, drizzling
Air temperature: 7.9°C (46.2°F)
Wind: 15km/h
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My last full day on board and it was an exciting one. As the sun rose — a bright spot in the grey sky — the Prince Albert II cruised between dark, granitic mountains. I could see snow and ice fields high up their slopes. The Beagle Channel was a forbidding place.

At 9:45 am Robin West gave a talk entitled “Building of the M/v Prince Albert II”. It was fascinating to see how new colours, furniture, decoration and appliances completely modernized the ship from its previous configuration. Drab became bright. Dull changed to shiny. The Theatre and Restaurant were the two rooms I thought changed the most.

By 12:00 pm I was on standby for the Garibaldi Glacier. I wore four upper layers—Silversea’s polo shirt, fleece, a fluffy polyester insulating coat and a parka. High neoprene boots and rain pants protected my legs. A headband, hood, radio, lifejacket and backpack completed my outfit. I was so bundled up, if anyone had pushed me over I would have rolled. Rather than wait inside, I went out on deck to join guests watching our progress through the frigid waters.

The ship turned into the Garibaldi Fjord and by 12:30 pm I was in a Zodiac with Daniil Elterman and was glad of my layers. The scenery was spectacular: towering rocks and mountains, deep blue-green water and thousands of glistening ice chunks floating slowly down the channel. I could tell we were getting close by the increase in ice. As our Zodiac turned a corner in the channel, the ghostly image of Garibaldi Glacier greeted us.

By 3:00 pm we were back on board and warming up. The guests, all rosy cheeks and smiles, were offered hot chocolate as they climbed up from the loading platform. I heard the ship’s engines change pitch. Robin West announced that Captain Peter Stahlberg would take the Prince Albert II around the corner so that guests who hadn’t joined us for the Zodiac tour could catch a glimpse of the glacier.

The Prince Albert II navigated slowly through silty water. Cliffs pulled in from either side. Garibaldi appeared, its surreal blue colour hinted at through the misty air. We drew closer, the intense blue-green of heavily compacted ice became visible at its base. Cameras clicked as the glacier suddenly became clear. It was much higher than Pio XI that we had seen three days before. Hills of ice could be seen mounding up behind its toe, constrained by the fjord’s walls.

At 5:00 pm I went to The Theatre to watch Lou Davidson’s DVD of the trip. I enjoyed reliving the cruise: our guide in Valdivia spontaneously dancing to a street musician’s music, the magnificent Osorno Volcano and walking through the wooden churches on the Isla de Chiloé.

Now I am writing the last log of my 2010 cruises on the Prince Albert II before I head back to Canada. Returning home to my family and dog is fun, but I always treasure the voyage memories I share with the guests and Expedition Staff of Silversea.

TAG 11 | 09. November 2010 | Garibaldi Gletscher, unterwegs im Beagle-Kanal mit Kurs auf Ushuaia, Argentinien
von Brigitte Fugger, Ornithologie, Meeresbiologie

Mittagsposition: 54° 44’ 10” S, 069° 58’ 55” W
Wetter: bedeckt, regnerisch, später aufklarend und sonnig
Lufttemperatur: 5,0 °C
Wassertemperatur: 6,0 °C
Wind: Stärke 2 aus Nordost


Mein letzter Tag an Bord beginnt wie gewohnt am sehr frühen Morgen. In der Observation Lounge angekommen, schweift mein Blick über eine raue, nur noch spärlich begrünte Felslandschaft, umspült von nahezu ebenso rauer See. In den höheren Lagen der im Hintergrund aufragenden Berge liegt Schnee. Unterwegs von der Magellan-Straße in den Beagle-Kanal müssen wir noch einmal kurz hinaus auf das offene Meer – und das ist jetzt. Schwarzbrauen-Albatrosse und Riesensturmvögel spielen mit dem Wind, aber ansonsten zeigt sich wenig Leben. Wer in dieser Gegend überleben will, muss wirklich hartgesotten sein. Siedlungen gibt es hier keine mehr.

Um 09.45 Uhr hält Expeditionsleiter Robin West seinen Vortrag über die Geschichte und den Umbau der Prince Albert II nach der Übernahme des Schiffes durch Silversea Cruises. Der Titel: „Building of the MV Prince Albert II“. Das Interesse an diesem Thema war groß – auch bei den deutschsprachigen Gästen. Mittlerweile sind wir in den Beagle-Kanal eingefahren, und der Seegang hat sich beruhigt. Wir sind auf direktem Weg zum Garibaldi-Fjord und zum gleichnamigen Gletscher.

Gegen 11.00 Uhr erreichen wir den Eingang des Garibaldi-Fjords. Im Wasser treiben jede Menge kleinere und größere Eisbrocken, die das ablaufende Wasser vom Gletscher mitgenommen hat. Den allerdings können wir noch nicht sehen, der liegt noch eine Fjordbiegung weiter. Um einen Überblick zu gewinnen, wird zunächst ein Scoutboot ins Wasser gelassen. Schon bald hören wir, dass die geplante Zodiakrundfahrt trotz des vielen Eises – und des leichten Regens - möglich sein wird. Entsprechend warm verpackt steige ich zusammen mit 13 deutschsprachigen Gästen in das große Zodiak von Robin West.

Vorsichtig manövriert Robin zwischen den Eisbrocken hindurch. Rechts und links steigen die Wände des Fjords nahezu senkrecht nach oben, nur in den geschützteren Einschnitten hält sich Südbuchenwald. Wir entdecken einige Blauaugenkormorane, die auf einzelnen kleinen Felsbändern sitzen, einer hat sogar schon ein großes Nest gebaut. Plötzlich fällt unser Blick auf einen rein weißen großen Vogel, eine Kelpgans, genauer gesagt, ein Kelpganter. Seine wesentlich dezenter befiederte Frau entdecken wir nicht, sie sitzt vielleicht bereits auf dem Nest. In einiger Entfernung bringt sich eine der flugunfähigen Falkland-Dampfschiffente vor der anrückenden Zodiak-Flotte in Sicherheit.
Besonders faszinierend sind auch die Felsformationen, alte metamorphe Gesteine, Schiste und Gneise, die von den gewaltigen Kräften der Natur gefaltet und nochmals gefaltet wurden. Und schließlich sehen wir auch den Gletscher selbst, der majestätisch vor uns aufragt. Wir beobachten sogar einen Eisabbruch – und werden unsererseits beobachtet von einem neugierigen Seelöwen, der seinen Kopf immer mal wieder zwischen den Eisbrocken hervorstreckt. Ein gelungener Ausflug, trotz Kälte und Regen!

Zurück an Bord geht es erst einmal noch schnell zum Lunch. Wenig später werde ich zum Übersetzen auf die Brücke gerufen. Kapitän Peter Stahlberg lobt alle 99 Gäste, die sich in die Zodiaks wagten – will aber auch den übrigen nicht den Gletscher versagen und fährt deshalb nochmals mit der Prince Albert II soweit in den Fjord, dass wir ihn alle nochmals bewundern können. Außerdem erfahren wir von Kapitän Peter, dass er nun etwas schneller fahren wird, damit wir die Schönheit der Landschaft rund um den Beagle-Kanal noch bei Tageslicht erleben. Deshalb werden wir das morgige Ziel, den Hafen von Ushuaia, bereits heute Abend erreichen. Und auch das Wetter spielt mit, denn es klart zunehmend auf.

Um 17.00 Uhr treffen sich Expeditionsteam und Gäste noch ein letztes Mal im Theatre. Lou Davidson, unsere Fotografin, zeigt ihre wie immer sehr gelungene DVD dieser Reise. Anschließend verabschieden wir uns von den Gästen. Außer mir werden noch 4 weitere Kollegen in Ushuaia aussteigen und in ihren wohlverdienten „Urlaub“ gehen. Und der beginnt bereits ein bisschen mit einem letzten gemeinsamen Abend in Ushuaia, dass wir tatsächlich, wie versprochen, gegen 22.00 erreichen.

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