Voyage Journal 7012 Day 7

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Day 7 - July 5, 2010 - Kapp Lee

By Robin Aiello, Marine Biologist

Co-ordinates: N78˚04.987’ E020˚48.471’
Weather: Calm winds and overcast skies
Air Temperature: 8C

Today, I woke up early, grabbed a quick coffee (a real necessity for me!) and headed to the Bridge to see how far we were from our destination. We were intending to land at Discobukta on Edgeoya Island, but when the ship arrived at 0630, it was immediately clear that we could not land here – there was a large male polar bear right near the landing site where we wanted to go.

So, after consulting with the Captain, our Expedition Leader Conrad Combrink quickly came up with an alternative plan to head farther north to the northwest point of Edgeoya to a landing called Kapp Lee that is well known as a walrus haul out. We arrived an hour and a half later and were soon off to shore with the scouting Zodiac. Once we received the ‘all-clear’ from the Bear Guards, the guests stated to arrive.

This is one of my favourite landings in Svaldbard because there is a little bit of everything to see – walrus, birds, flowers, reindeer and historic huts. We divided into three groups and proceeded on the grand tour. The first stop with my group was to view the walrus. There were about 15 very large males hauled out on the beach, and another 5 or so in the water just offshore in the shallows. As usual, there was a lot of scratching and jostling amongst the group. At several points, one of the males would come in from the ocean or go out from the beach, giving us a good look at exactly how huge these animals are (the males average about 2 tons). I still find it so hard to believe that such huge animals survive by eating only mussels (although, they do eat about 6,000 or 50kg during one feeding!).

Since we were standing downwind from the group, and remained more than 30m from them, they were not disturbed by our presence at all. But, we certainly had a full sensory experience – let’s just say that walrus have a very distinctive odor!!!

After awhile we moved on to the area where there were some historic huts. This site has been used for years by trappers and hunters from both Russia and Norway. First, the Russian Pomors arrived sometime in 18th century and built a hunting station – we know this from the old brick remains that they used for building their stoves. Not far away is the famous octagonal Norwegian hut built sometime near 1904. This hut was actually built from parts that were prefabricated in Tromso.

Our next stop on the tour was up the ridge for a beautiful lookout to the bay. There were also many beautiful flowers tucked in amongst the rocks, and we spent quite a bit of time identifying polar willows, mountain avens, Svaldbard poppies and sulfur buttercups. In the distance we watched a small herd of reindeer grazing on the slope.


TAG 7 | Juli 5, 2010 | Svalbard, Dolerittneset
von Stefan Kredel, Geologe

Koordinaten: 77°57’N – 20°43’E
Wetter:  bewölkt
Temperatur: +6°C

Als ich heute Morgen gegen 6:30 aufgestanden bin, waren wir schon vor unserem geplanten Ziel, Discobukta auf Edgeoya. Und was ich durch mein Bullauge sah, sah nicht allzu gut aus. Ein dichter Treibeisgürtel war zu sehen, und er schien direkt vor der Küste zu sein. Dies würde eine Anlandung sicherlich erschweren, und eine eventuelle schnelle Evakuierung bei Eisbärenbesuch nicht möglich machen. Als ich Richtung Brücke ging, sah ich, dass das Sidegate schon geöffnet war. Vielleicht war das Treibeis doch nicht so dicht, oder es war zu mindest einiges von der Küste weg?!?

Auf der Brücke angekommen hörte ich als erstes das Kommando zum Anker hieven. Nicht das Eis war das Problem, ein Eisbär wurde vom Schiff aus an Land gesichtet. Also gar nicht mehr nötig sich bezüglich des Eises irgendwelche Gedanken zu machen.

Wie üblich wurde sofort ein Alternativziel gewählt. Ein bisschen nördlich von hier liegt der Ort Dolerittneset, der meist aber (fälschlich) als Kapp Lee bezeichnet wird. Das wirkliche Kapp liegt etwa 5 km weiter nördlich von Doloertittneset.

Die Verholung zum neuem Ziel dauert nur 1 ½ Stunden. Gerade genug Zeit um etwas zu Frühstücken und mehr Kaffee zu trinken!

An unserem neuen Ziel angekommen, waren wir höchst erfreut auch ein paar Walrösser (da ich aus Bayern komme, ist der Plural Rösser und nicht Rosse!) anzutreffen – unsere 2 Sichtung dieser riesigen Knackwürste auf unserer Reise!

An Land angekommen, wurden die Gäste in Gruppen mit Lektoren eingeteilt. So konnte die Walrösser so besucht werden, dass diese sich nicht von zu großen Gruppen gestört fühlten. Auch konnte so die Geschichte des Ortes erklärt werden. Hier gibt es Überreste einer alten russischen Pomoren-Jagdstation, aber auch eine achteckige Hütte von norwegischen Trappern. Von dieser Zeit sind wohl auch die vielen Walrossknochen, als das große Schlachten hier im Norden noch stattfand.

Aber nicht nur Geschichte und Walrösser waren von Faszination heute, auch einen auffallende Varietät an arktischen Blumen war hier zu finden, und alle just in voller Blüte. Da hatte ich es schon etwas schwer, das Interesse für die Geologie zu wecken. Aber wenn so ein Platz seinen Namen schon wegen der Geologie hat, sollte die Geologie schon etwas Beachtung bekommen! Dolerit ist ein vulkanischer Gesteinstyp, der hier die ansonsten weit verbreiteten horizontal gelagerten Sedimentgesteine durchtrennt hat. Wirklich faszinierend, und dies schienen dann auch die (meisten …) Gäste so zu sehen!

Zurück an Bord war das Mittagessen schon angerichtet. Und im Anschluss folgte ein Vortrag von unserem Osterinsulaner Christian, auch Rapa Nui genannt. Sein Titel „Frühe Arktische Entedeckungsgeschichte“. Ein spannender Bogen der ersten Versuche in den hohen Norden vorzustoßen bis zu den ersten erfolgreichen Bezwingungen, wie der Nordwestpassage, der Nordostpassage, des Erreichens des Nordpols auf dem Eis, unter dem Eis (!) und zu Luft.

Wer wollte konnte im Anschluss einen Vortrag in englischer Sprache von Victoria verfolgen, ihr Thema „ Spitsbergen: Gateway to the North Pole“.

Vor dem Abendessen gab es ein weiteres Recap und Vorschau. Die Pläne für Morgen sind einen Zodiactour bei der Bäreninsel. Allerdings sei gleich gesagt, dass der Name irreführend ist. Kein Bären sind dort zu erwarten, aber viele Vögelchen an wunderschönen Klippen aus Kalkstein.

Im Recap ging Petra noch etwas tiefer in das Leben und die Eigenheiten der Walrösser ein. Rapa Nui klärte Hintergründe zu Namensgebungen von geographischen Punkten auf, und ich versuchte noch ein wenig die Geologie zu vertiefen.

Im Anschluss das Abendessen, und da es Morgen schon wieder früh losgeht, war danach dann auch schon bald Bettzeit …

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