Voyage Journal 7012 Day 6

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Day 6 - July 4, 2010 - Hornsund

By Juan Carlos Restrepo, Geologist

Co-ordinates: N 78º 04’, E 020º 53’
Weather: Overcast and foggy
Air Temperature: 2ºC
Pressure: 1014 hPa
Wind: Calm

Today we spent the morning ice cruising and polar bear watching in Hornsund. I got up early just as the Prince Albert II was sailing into this beautiful fjord. Hornsund offers majestic peaks and dramatic fjords. The highest summits were often shrouded in mist, but we were lucky to have at times a glimpse of Hornsundtind, peaking at 1431 m.a.s.l. Hornsund is the southernmost fjord in Svalbard, located in Sør-Spitsbergen National Park. Traces of human activity spanning 400 years can be found almost anywhere in Hornsund.

The ice conditions were just what we were hoping for, with lots of sea ice to take the ship through and the associated good conditions for polar bear sightings. It did work, as we spotted two polar bears with a seal kill each. It was quite spectacular to see them feeding on the ice. Nature at its wildest! The views from the ship were fantastic and most people were on the outer decks enjoying the spectacle.

The conditions were beautiful, not a drop of wind and a glassy ocean surface. The Prince Albert II slowly sailed through Hornsund until Captain Golubyev brought us to Burgerbukta. Right at lunchtime he positioned the ship astern to Paierlbreen glacier, providing those at the Restaurant stunning views of this two-kilometer wide tidewater glacier.

Slowly we sailed out of Hornsund, and made our way around Sørkapp, the southernmost point in Spitsbergen, on our way to Edgeoya, tomorrow’s destination.

We spent the afternoon at sea and at 14h30 I gave a lecture entitled “Glacier Ice, The life and Death of Land-Based Ice”. In this lecture we took a closer look at the world of glaciers – valley glaciers, fjords, ice sheets and icebergs. I explained their main features and how they form and shape the landscape.

At 15h30 my colleague Stefan Kredel – our onboard German geologist- presented his: “Plate Tectonics – A Nearly All-Explaining Theory” for our German speaking guests. In this informative lecture Stefan introduced the theory of plate tectonics and explained the geological origin and evolution of Svalbard.

Afternoon tea was served at 4 pm, followed by the Sun Worshippers Cocktail hour out on deck at 5:30. At 6 pm there was an interdenominational service in the Observation Lounge, followed by Recap & Briefing at 6:30.

With gently rolling seas, dinner was served. Tomorrow, Edgeoya, the East side!


TAG 6 | Juli 4, 2010 | Hafen Hornsund, Svalbard, Norwegen
von Christian Walter, Historiker

Koordinaten: 77° 05’ N, 15° 57’ O
Wetter: bewölkt, Frisch

Wieder einmal ein Morgen, an dem es anders lief als erwartet. Laut Eiskarte war mit Eis vor dem Hornsund und im Hornsund zu rechnen. Unser Plan: bei Burgerbukta sollten wir eine Zodiacfahrt in Richtung einer der vier Gletscher der Region unternehmen.

Es war Kontakt aufgenommen worden mit einem anderen Schiff, welches in diesem Bereich Spitzbergens gewesen war, und es wurde von einer Eisbärsichtung (Mutter mit Jungem) berichtet. So hielten wir alle Ausschau nach den Beiden auf dem Eis, das sich in grosser Menge vor der Südwestküste aufgestaut hatte.

Eigentlich hätte man aufgrund des vielen Eises ruhiges Wasser erwartet, doch eine langgezogene Dünung machte sich stark bemerkbar.

Nach nicht allzulanger Zeit wurde tatsächlich auch von unserer Seite ein Bär gesehen, es gab eine Durchsage auf englisch und deutsch, damit die anderen Gäste auf ihn aufmerksam wurden. Danach wurde dann nur noch auf den Decks von den Lektoren auf den Eisbären hingewiesen. Leider war er vorwiegend schwimmend im Wasser, aber man/frau konnte ihn gut sehen. Die Prince Albert II zog gemächlich hinter im her, immer den geforderten Mindestabstand zu ihm haltend.

Nach schönen Sichtungen wurde entschlossen, sich doch noch tiefer in den Hornsund hineinzubegeben, allerdings wurde eine Zodiacfahrt in der Burgerbukta ausgeschlossen, da wir schon viel Zeit draussen verbracht hatten.

Kurz vor der Einfahrt in die Burgerbukta fragte Robin Aiello per Funk, ob Chris Srigley auch etwas bärenähnliches in knapp 500 Metern Entfernung ausgemacht habe. Chris konnte diese zweite Bärensichtung bestätigen und erneut ändere Kapitän Golubev den Kurs, damit diese wahrscheinlich letzte Möglichkeit, einen Eisbären aufzunehmen, genutzt werden konnte.

Dieser Bär war leichter auszumachen, denn er hatte vor kurzem eine Robbe geschlagen –und hatte dementsprechend einen roten Kopf durch das (viele) Blut seines Opfers.

Nach weiteren Minuten der Sichtung entschloss sich Kapitän Golubev, die Prince Albert II bis ganz dicht an den Gletscher am Ende der Bucht zu fahren.

Die Fahrt war überwältigend, und hätte nicht besser per Zodiac ausgeführt werden können: die Prince Albert II fuhr so dicht an den Gletscher, dass man meinte, man könne die Gletscherfront fast berühren.

Als dann Kapitän Golubev die Prince Albert II vor dem Gletscher auf der Stelle drehte, klickten die Kameras am Pooldeck um so mehr, denn die dort versammelten Gäste liessen es sich nicht nehmen, sich so dicht vor dem Gletscher aufnehmen zu lassen.

Einen Hamburger, Hot Dog oder „Fisch des Tages“ (meine Wahl) in dieser grandiosesn Umgebung serviert zu bekommen, war etwas Einmaliges und wird den gut 30 Gästen des Pooldecks sicher lange in Erinnerung bleiben....

Der Rück- und Weiterweg führte wieder an der polnischen Station vorbei (am Morgen waren drei Yachten, ein Expeditionsschiff und ein norwegisches Versorgungsschiff vor ihr gesehen worden) in Richtung freies Meer und sollte am Nachmittag zur Umrundung der Südspitze Spitzbergens führen. Unser nächstes Ziel war die Diskobukta vor Edgeøya. Dies wiederum bedeutet, dass wir bis morgen früh unterwegs sein würden.

Der Nachmittag wurde mit Vorträgen überwunden –Juan Carlos sprach über Eis, und Stefan über Plattentektonik. Ich selbst bereitete mich auf unser abendliches Treffen, das „Recap und Briefing“ (=Rückblick und Vorschau) vor, in dem ich Aufnahmen unserer Reise mit interessanten Über- (nicht „Unter“-) Titel versah, und daraus dann die „Wildnis am Sonntag“ werden liess.

Zum Abendessen setzte mich Marcelo, unserer Maitre d’, zu einer Gruppe von zwei Amerikanern und drei Briten. Auf meine Frage, was denn ein typisches Essen des 4.Juli in den USA wäre, wurde mir lakonisch gesagt: „Hot Dogs, Hamburger und BBQ“. Letzteres liesse ich mir gefallen, doch Hamburger oder Hot Dogs am wichtigsten Feiertag des Landes erschien mir doch zu einfach. Die logische Erklärung dafür war aber nicht der fehlende Geschmack einer Nation, sondern die Temperaturen im Sommer: Hot Dogs und Hamburger passten besser dazu als andere Gerichte....

Nach dem –wie so oft- gelungenem Abendessen konnte der Feiertag bei einem Drink in der Panorama Lounge ausklingen.

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