Voyage Journal 7012 Day 4

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Day 4 - July 2, 2010 - Monacobreen

By Chris Srigley, General Naturalist

Co-ordinates: 79˚ 20’N, 12˚ 30’E
Weather: Sunny with light fog patches, overcast in afternoon

As I arrived on the Bridge this morning, the bright sun and foggy patches greeting us at the head of Liefdefjord and Monacobreen pleasantly surprised me.

The fast ice we had encountered only days ago was now gone leaving the entire 5 km (3.1 mile) glacier front open for our planned Zodiac cruise at 0900.

Boarding the Zodiacs, we headed out in search of this area’s hidden treasure. Polar bears, bearded and ringed seals, calving ice, sea birds and the odd beluga whale. Within minutes our search turned up a treasure few among us had even considered seeing, the beluga whale!

They arrived from all sides. A group of seven here, another ten over there and pods twice that size mixed with females and their calves. It was a splendid sight for all.

Considered the canary of the sea by the earlier whalers for their haunting songs that could be heard above the water, these whales brought smiles across the board as all Zodiacs stopped in their tracks to watch them pass.

Behind us the glacier began to calve while ivory gulls, kittiwakes and arctic terns searched for their next meal amongst the freshly formed brash ice.

Back onboard the Prince Albert II I quickly grabbed some lunch before heading back out on deck to watch for more belugas as we headed for 80° north and our polar plunge!

Our motto in expedition cruising of course is “flexibility” and today this was evident. As we were leaving Monacobreen we received a call over the radio from another ship in the area informing us of two bears close by. With this news, plans were quickly changed as our guests enjoyed a fine lunch in The Restaurant.

As lunch ended, an announcement was made and off we headed in the Zodiacs for a short viewing of the bears. There, on what would be described as rotten fast ice, stood one very large male bear and a younger female both literally tip toeing across as to not fall through.

Even with their enormous size polar bears are able to use their massive paws like snow shoes and stretch out to distribute their weight to walk across ice we would not dare to touch. It was an amazing feat to watch as they picked their way across.

With enough time left in our day we boarded the Prince Albert II and once again resumed course for 80° north and our polar plunge.

Arriving only an hour later, zodiacs were lowered and the plunge began. Guests made their way down the platform into the awaiting Zodiac where they were harnessed into a safety line before plunging into the 3°C (37°F) water.

The reactions were varied from calm and matter of fact lounging to screams of shock before launching themselves back into the Zodiac and up to the sauna! After all of the guests who wanted to take the plunge had taken their turns, several of the Prince Albert II’s crew had a go as the spectators joined in with rounds of applause.

With another successful day under our belts here in Svalbard all onboard settled in for dinner and some fantastic conversation over drinks before retiring to their suites in anticipation of the coming days.

As with everyday here onboard we always wonder, can tomorrow top today? Usually the answer to that is “yes”!


TAG 4 | Juli 2, 2010 | Svalbard, Monacobreen
von Stefan Kredel, Geologe

Koordinaten: 79°20’N – 12°30’E
Wetter:  Sonnig, teilweise mit Bodennebel
Temperatur: +6°C

Nachdem es gestern etwas später wurde, durch die Schiffspassage entlang der Vogelklippe, war es für viele von uns angenehm, dass es heute nicht ganz so früh losging.

Unsere erste Zodiactour startete um 09:00 Uhr. Allerdings wurden Frühaufsteher mit einer wunderschönen Anfahrt durch den Liefdefjord zu unserem heutigem Vormittagsziel, dem Monacobreen, „entschädigt“! Schneebedeckte Berghänge, Gletscherzungen bis zur Küste, Eisberge im Fjord, und das alles in einem mystisch wirkenden Licht. Es hatte wieder mal Bodennebel, der sich dann aber langsam auflöste. Das war auch gut so, denn eine Zodiactour im Nebel macht nun wirklich nicht viel Sinn. Aber wie gesagt, der Nebel löste sich und so konnten wir pünktlich um 09:00 die erste Zodiactour starten. Es war eine spannende Tour entlang der riesigen 5 km langen Abbruchkante dieser an sich 2 Gletscher, dem Monaco- und dem Seliger-Gletscher, die sich hier kurz vor der Front vereinigen. Im Wasser waren viele Eisberge in den verschiedensten Blautönen zu sehen. Und überall knackte und knisterte es, was von dem Aufbrechen der – teilweise tausende Jahre alten – Lufteinschlüssen herrührte. Und nicht dass dies alles schon zu viel der Reize wäre, nein, plötzlich tauchen Belugas auf! Diese Weißwale sind selten zu sehen, und wir hatten 2 größere Gruppen in der Nähe unserer Zodiacs. Das ist eine wirklich sehr (!) seltene Beobachtung! Immer wieder tauchten die weißen Rücken um unsere Zodiacs herum auf. Manch einer wusste nicht mehr auf was er sich nun konzentriere solle …

Zurück an Bord war das Mittagessen schon angerichtet. Mein Plan, danach in Ruhe einen Espresso zu trinken, wurde von Conrad, unserem Expeditionsleiter, verhindert! Er hatte mit einem anderen Schiff, was auch hier in der Gegend war, gesprochen. Er teilte von unserer Beluga-Beobachtung mit, und erfuhr im Gegenzug von 2 Eisbären in der unmittelbaren Nähe. So gab es kurzerhand eine weitere Zodiactour zu diesen Bären. 2 jüngere Bären waren auf einem Rest von Seeeis unterwegs. Allerdings war dies schon so weich und zerbrochen, dass es sie nur bedingt hielt. Und so musste einer der beiden dann doch bis zum Land schwimmen. Es schien sich um 2 junge Jugendliche zu handeln, vermutlich das erste Jahr ohne Mutter, und noch als vereinte Geschwister unterwegs. Immer wieder faszinierend, den König (bzw. hier die Könige) der Arktis zu sehen und beobachten!

Zurück an Bord ging es weiter mit Kurs Nord! Unser Ziel war es noch mal den 80° Breite zu überqueren. Warum? Um allen mutigen (oder Verrückten?!?) ein Sprung in das Nordpolarmeer zu ermöglichen. Kaum war das Schiff nördlich von 80°, wurden Zodiacs zu Wasser gelassen. Eines an der Plattform festgemacht diente als Badeinsel, 2 weiter waren als Badewacht unterwegs. Und so konnte jede / jeder die /der wollte, einen Sprung in die Kälte wagen. Natürlich wurde die Sicherheit sehr ernst genommen, und so wurden die Springer mit einem Hüftgurt und Seil gesichert. Die Bemerkungen der Mutigen waren recht unterschiedlich. Von „oh wie salzig“, über „ gar nicht so schlimm“ bis zu „bist Du narrisch“ war alles dabei, zum Teil auch weniger jugendfreie Bemerkungen fielen …

Nun, 21 Gäste und 6 Besatzungsmitglieder wagten den Sprung. Und fast alle anderen verfolgten es von den Aussendecks. Und so ging ein weitere ereignisreicher Tag im hohen Norden zu ende.

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