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Day 6 |
Jul 27, 2012

Lagoya, Svalbard 

By Robin Aiello, Marine Biologist

Co-ordinates: N 80º22'2", E 18º17'2"
Weather: Sunny with scattered clouds
Air Temperature: 4ºC
Pressure: 997 hPa
Wind: 7 knots

The Silver Explorer arrived and anchored off the island of Lagøya at 8:00 am this morning. The seas were oily-calm and there was almost no wind. Despite the overcast skies, it looked like it was going to be a great morning.

At first glance, however, it seemed like we were in for a problem – there were no walrus hauled out. Lagøya (Norwegian for ‘flat island’) is known as one of the best islands to see male walrus hauled out. And every time we have been here in the past years there has always been a large herd on the beach. But from a distance, we could not see the usual crowd.

But much to our delight, when we actually got to the island and walked around, we found that there was, in fact a nice haul-out with about 30 walrus. But the funniest part of it all was that next to the haul-out, about 20m away, there were another 5 or 6 walrus lying in the middle of a mud bath – they were so covered in mud from head to toe, that we did not even see them! The blended right in! Even their tusks were completely covered in the black mud! I have never seen that before!

The walrus were pretty active, with plenty of snuffling, snorting, and itching. They are molting at this time of the year, and they are always scratching some part of their bodies! One large male bull, probably over a ton in weight, gave us good views as he wallowed in the shallows trying to clean off the mud. He finally inched his way out of the ocean and joined the huddled masses on the beach.

The Arctic tern that has been sitting on her eggs for the past few weeks, was still there. But instead of eggs – she had a beautiful speckled brown and black newly hatched chick. We were able to find a place near the rocks that did not disturb her, and watched as the male made repeated trips from the ocean back to the chick to feed it. As he would arrive, the chick would spring up from under the mother and run towards the male, and there would be a frenzy of commotion and noise while the male passed over the small fish or shrimp to the chick, then flew off again to get more. Fantastic! On the way back to the landing site we did see the Sabine’s gull again, and several grey phalaropes feeding in the pods.

Lunch was ready and waiting as we returned to the ship, and for many of the guests it was time for a nap. It’s been a very busy cruise so far and this is our first half day at sea. For me, I had a lecture on the ‘Seals of the Arctic’ scheduled for 3 pm. During this lecture I talked about the special adaptations that seals have to survive in the cold, ice-covered seas of the Arctic, and then I reviewed the six most common species found here (of which we had seen four).

At Recap & Briefing, Conrad Combrink, our Expedition Leader, reviewed the plans for tomorrow – a morning in the research town of Ny Alesund and an afternoon landing at the 14th of July Glacier.
 

Tag 6
Juli 27, 2012
Franz Bairlein, Ornithologe

Bei ruhiger See erreichten wir kurz vor 8 Uhr unseren Ankerplatz vor der Insel Lågøya, wegen ihrer sehr flachen Form die „Tiefe Insel“ genannt, aber dadurch bestens als Liegeplatz für Walrosse geeignet.

Vom Schiff aus waren nur wenige Walrosse zu sehen, doch als zum Erkunden an Land waren, entdeckten wir noch andere Walrosse, die sich in einem Schlammloch suhlten, ein etwas kurioses Bild, die sonst ja eher braun gefärbte Tiere nahezu schwarz eingeschlammt zu sehen, einschließlich der Stoßzähne. Gerade im Schlammloch waren einige eindrucksvoll große und alte Männchen zu beobachten. Nachdem wir alles erkundet hatten und unsere Bärenbeobachter Position bezogen hatten, begannen wir um 8:45 Uhr mit dem Ausbooten.

Ich führte zunächst eine der deutschsprachigen Gruppen, anschließend noch zwei englischsprachige. Auf dem Tümpel nahe der Anlandungsstelle hielten sich etwa 10 Thorshühnchen auf, eine der wenigen Vogelarten, bei denen allein die Männchen die Bebrütung der Eier und die Aufzucht der Jungen übernehmen. Deshalb tragen sie ein schlichtes Gefieder, während die Weibchen farbenprächtig sind.

Vorbei an Treibholz und Walknochen, darunter einem Rückenwirbel, ging es zu den Walrossen, immer wieder anhaltend für die verschiedenen gerade blühenden Tundrapflanzen, vorwiegend verschiedene Steinbreche, aber auch Svalbardmohn und Schneehahnenfuß. Von zwei verschiedenen Positionen aus beobachteten wir die Walrosse, überwiegend alte und junge Männchen, die ohne große Aktivität am Strand oder im Schlammpool lagen. Wenige Tiere „spielten“ im Wasser oder kamen von der Nahrungssuche zurück. Von zwei in der Nachbarschaft der Walrosse brütenden Küstenseeschwalben begeisterte eines besonders, denn nach einiger Zeit der Beobachtung zeigten sich zwei etwa 5-tägige Junge, die vom anderen Partner mit kleinen Fischen gefüttert wurden. Am Strand sahen wir mehrere Meerstrandläufer, in der Ferne zeigte sich eine Schwalbenmöwe und auf einem Teich schwamm eine einzelne Eisente. Ein kleiner Trupp männlicher Eiderenten überflog den Walrossliegeplatz. Zu unserer großen Überraschung zeigten sich schließlich noch zwei Rentiere, die gemächlich auf uns zu trotteten.

Dann war es aber auch Zeit, mit den letzen Gästen zum Anlandungsplatz zurückzukehren, dabei die Wegefahnen einsammelnd. Da ich bis zum Schluss des Landganges Aufgaben an Land hatte, war keine Zeit, den Vortrag unseres deutschsprachigen Meeresbiologen Uli zur Unterwasserwelt der polaren Gewässer zu hören.

Nach Rückkehr des letzten Zodiaks liftete die Silver Explorer um etwa 12:30 Uhr Anker und wir segelten südwestwärts. Zeit zum Mittagessen, am Tisch mit schweizerischen und österreichischen Gästen, die mir begeistert vom heutigen Ausflug noch viele Fragen dazu stellten.

Anschließend bereitete ich einen Beitrag für unsere heutige Nachschau vor, gefolgt von dem Besuch des Vortrages unserer englischsprachigen Meeresbiologin Robin Aiello zu den Robben der Arktis und ihren Anpassungen an diesen Lebensraum. Weiter ging es mit Gesprächen mit Gästen in der Panoramalounge, der Vorbereitung eines Beitrages zur Pflanzenwelt Spitzbergens, gefolgt um 17 Uhr von der Vorschau auf den morgigen Tag und der Rückschau auf die vergangenen Tage. Nun war es mir endlich möglich, meinen am zweiten Tag der Reise aufgrund der Weißwalbeobachtung abgebrochenen Vortrag zu den Vögeln der Reise abzuschließen.

Nach dem englischsprachigen Briefing & Recap trafen wir uns zu einem Teammeeting, wo wir uns von unseren Eisbärenwächtern Karolina und Chris verabschiedeten, da sie uns demnächst in Longyearbyen verlassen. Anschließend ging es unmittelbar zum Venetian Cocktail-Empfang gefolgt vom Venetian Dinner, zu dem ich an einen Tisch mit Gästen aus England, Texas, Australien und Israel eingeladen war, während die Silver Explorer weiterhin südwestwärts segelte.

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