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Day 3 |
Jun 27, 2012

Juan Carlos Restrepo, Geologist 

By Fjortende Julibukta & Ny-Ålesund

Co-ordinates: N 79° 07.500’, E 011°52.351’
Weather: Partly cloudy to overcast Air Temperature: -1ºC Pressure: 1003 hPa Wind: 5 knots

This morning, the Silver Explorer sailed into Krossfjorden, located on the northwest section of Spitsbergen. With its dramatic alpine landscape, Krossfjorden is known to be one of the most beautiful fjord areas in Svalbard. On the south side of Krossfjorden there is a smaller bay called Fjortende Julibukta (14th of July Bay), so-named by a French expedition after “La Bastille” day. At the end of this fjord there is a glacier called -oddly enough- 14th of July glacier. The weather in the morning was nice, with a fresh 4ºC temperature and very little wind. Upon arrival, the Zodiacs were lowered and the two scout boats were sent ashore to look for polar bears. Word came back from the scout boats that the area was clear and that it was time to start with disembarkation.

This morning we had a wet landing onto a sandy beach at the base of a steep mountain ridge that rises from sea level to a height of almost 1000 m, the Casimir-Périerkammen. Immediately on arrival we started taking groups of guests to the glacier. It all went very well and most of our guests made it to the top, where they could get some panoramic views of the whole glacier from atop and to come onto the surface of the ice and have a closer look at the surface features of a glacier. This was a unique experience and a first for many. It was hard going getting to the top, but well worth the effort. It was an incredible experience and many were speechless as they just stood in silence absorbing this once-in-a-lifetime opportunity.

As people came back from the glacier many of them kept on going to the nearby bird cliffs. Fulmars, Kittiwakes and Brünnich’s guillemots were the dominating species. A considerable number of Atlantic puffins, Snow buntings, Barnacle geese and Black guillemots were also seen.

During lunch, the Silver Explorer sailed south to the next fjord down, called Kongsfjorden. The islands and islets in the inner part of Kongsfjorden teem with birds. At the head of the fjord, mighty glaciers calve into the sea. All of this is framed by spectacular mountain formations. In this area we find the former mining settlement of Ny-Ålesund, today an international centre for research, with a picturesque mix of old and new buildings.

The Silver Explorer came alongside and all of our guests went ashore. Once in town they had a chance to explore the settlement at their own pace, see the museum, visitor centre and go to the mast that once held airships on their way to the north pole. They also had a chance to get their passports stamped at one of the most northerly settlements in the world, buy souvenirs, see the dog kennels, and learn about life and science in the high Arctic.

Back on board we held a Recap & Briefing, followed as always, by a sumptuous dinner.

 
Tag 3
Juni 27, 2012
Von Stefan Kredel, Geologe

So! Also mal wieder ein Logbuch in Deutsch, meiner Mutter (und Vater) Sprache! Kann ja nicht schaden. Und wem habe ich das zu verdanken? Den vielen Österreichern an Bord. Wir haben zwar auch Deutsche und Schweizer an Bord, aber nicht in großer Anzahl.

Der heutige Morgen galt aber erst mal den Franzosen. Die dürfen zwar nicht mehr bei der EM in Polen & Ukraine mitspielen, im Fußball. Aber der Gletscher, den wir heute früh besuchen wollen, den haben sie mit einer schlichten Namensgebung durch ein Datum eindeutig für sich beansprucht! „14 Juli“, so heißt der Gletscher. Und alle Welt weiß, ein Franzose muss ihn benannt haben. Schon komisch! Als Deutscher wüsste ich nicht, ob wir ein so international bekanntes und markantes Datum haben, wo alle Welt wüsste, es ist ein „deutsches Datum“. Bei den Argentiniern, wo ich ja inzwischen wohne, da gäbe es gleich einige Daten. 25. Mai und 9. Juli, um mal die zwei bekanntesten zu nennen.

Egal! Heute früh bin ich dummerweise, warum auch immer, zu früh aufgestanden. Das ist ärgerlich! Denn es gab noch kein Frühstück, und müde war ich auch noch. Aber selber schuld! Bin also erst mal auf die Brücke. Da war es auch noch ruhig. Außer den Wachhabenden war keiner da. Bin ins Büro, aber das Internet funktionierte – wie in dieser geographischen Lage hier zu erwarten – nicht. Irgendwann war das Frühstück dann serviert. Unser Maitre gab mir sogar den ersten Kaffee persönlich. Das schien die restlichen Kellner zu schocken …

Nach dem Frühstück machte ich mich für den Landgang fertig. Der 14. Juli Gletscher ist eine sehr schöne Anlandung, wo wir den Gästen auch mal einen gewissen individuellen Landgang erlauben können. Es herrscht ja in Svalbard immer eine potentielle Eisbärengefahr, und natürlich auch hier. Aber das Gelände ist gut einsehbar, und durch seine Morphologie klar begrenzt, durch steile Felswände, das Meer, und einen Gletscher. Dieser Gletscher, der 14. Juli heißt, war Teil unseres Ziels.

Ich fuhr die so genannte Shoreparty mit einem Zodiac an Land und ankerte mein Zodiac. Wir haben immer ein paar Zodiacs am Strand. So können wir im Falle einer unerwarteten Eisbärensichtung schnell alle Gäste von Land bringen. Meine Aufgabe war es heute, Gäste zum Gletscher zu führen. Die Kollegen hatten einen Weg am Rand des Gletschers nach oben markiert. So konnten unsere Gäste an der Seite des Gletschers nach oben wandern und dann sogar auf diesen steigen. Viele nutzten diese Gelegenheit, für die meisten eine einmalige Gelegenheit. Zu erst führte ich eine Gruppe englischsprachiger Gäste bis zum Fuße des Gletschers, und dann führte ich die deutschsprachigen Gäste auf den Gletscher. Ein Genuss bei dem herrlichen Wetter was wir heute hatten.

Nach 4 Stunden ging es dann zurück an Bord und das Mittagessen stand auf dem Tagesprogramm.

Unser Nachmittagsziel war die Forschungssiedlung Ny Alesund. Die Siedlung wurde ursprünglich wegen der hier vorhandenen Kohle gegründet. Bis 1962 wurde hier die Kohle abgebaut. Aber auch in der Polareroberung spielte diese Siedlung eine wichtige Rolle. So startete kein geringerer als der Norweger Roald Amundsen seinen Flug mit einem Zeppelin über den Nordpol von hier. Aber heute dient die Siedlung rein der Wissenschaft (und ein bisschen dem Tourismus). Verschiedenste Wissenschaftler aus den verschiedensten Ecken der Welt können hier die verschiedensten Forschungen betreiben. Ob das alles auch sinnvoll ist, das mögen andere beurteilen. Auch unser Uli hat hier schon geforscht, bzw. respektive getaucht. Natürlich Sinnvollerweise.

Wir kamen also so gegen 14:00 Uhr in Ny Alesund an, und konnten sogar die Pier benutzen. Dies bedeutete trockener Landgang, sprich ohne Gummistiefel. Meine Position für den Nachmittag was das Museum. Vorher ging ich noch schnell zum gegenüberliegenden Shop und kaufte eine Postkarte. Mein Kabinenmitbewohner Rapa hatte mich schon vorab mit einer Briefmarke versorgt. So sollte also meine Tochter demnächst eine Postkarte von mir bekommen, abgeschickt von einem der (oder sogar dem?) nördlichsten Postämtern der Welt. Der Dienst am Museum ging vorüber. Das Museum ist lokal und überschaubar.

Nachdem ich zurück an Bord war, musste ich mich auf das Recap & Briefing vorbereiten. Ich darf zurzeit die Vorschauen auf Deutsch machen, und so musste mir Robin (unser unerschrockener Expeditionsleiter) erst mal die Pläne für Morgen erklären. Das war gar nicht so einfach, denn vieles war noch unklar.

Aber vor dem Recap war auch noch der so genannte „First Timer Cocktail“. Dies ist eine sehr exklusive Veranstaltung, denn man wird nur einmal hier eingeladen …
Im Anschluss fand das Recap und Briefing statt.

Dann fand noch eine große Überraschung satt. Es wurden Freiwillige für einen „Butler Test“ gesucht. Und so fanden mein Kollege Luqui und ich uns in einer Suite wieder, um den Zimmerservice zu testen. Wir waren aufgefordert das Abendessen auf die Suite zu bestellen. Und wir waren explizit gefragt worden, das ganze Programm zu testen. Was will man mehr…

Nun ja, ein Signal zum Fernsehsatelliten wäre nett gewesen. Denn heute war das Halbfinale Spanien – Portugal dran. Und siehe da, später am Abend kam das Signal. Und die beiden Mannschaften schienen sich meiner erbarmt zu haben. Denn normal wäre da das Spiel schon vorbei gewesen, als das Signal kam. Doch es gab Verlängerung, und dann noch ein Elfmeterschießen. Und so konnte ich doch noch einiges von dem Spiel sehen. Danke an beide Mannschaften dafür, und Gratulation den Spaniern!

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