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Day 7 |
Jul 19, 2011

Gletscher und Ny Alesund, Svalbard, Norwegen

By Christian Walter, Historiker

Koordinaten: 78° 56’ 12” N, 11° 55’ 23” O (Koordinaten für Ny Alesund) 79° 07’ 35” N, 11° 48’ 38” O (Koordinaten für 14.Juli Gletscher)
Wetter: Blauer Himmel, fast windstill und sonnig mit 6,7° Celsius am Nachmittag

Nach unserem Besuch von Alkhornet waren wir wieder in Richtung Norden gefahren und hatten in der Nacht einen Bogen um Prins Karls Vorland gemacht.

Am frühen Morgen näherten wir uns dem Krossfjord und dem dort befindlichen 14. Juli Gletscher. Vor dem Wecker aufwachend, zeigte ein Blick nach draußen, dass wir einen schönen Tag vor uns haben würden. Frühstück um 07:00 Uhr und schon um 07:30 Uhr ging es in Richtung Strand, nachdem unsere Bärenwächter Chris und Karolina den Gletscher und die „hängenden Gärten“ unterhalb des Vogelfelsens für bärenfrei erklärt hatten. Vor 08:00 kamen die ersten beiden Gruppen an Land.

Hans-Peter und Uli zogen mit dem größten Teil auf den Gletscher, Kara und Astrid spazierten zu den „hängenden Gärten“. Der Bereich unterhalb des Vogelfelsens wurde limitiert, weil eine Herde Rentiere zu sehen war, die man nicht verscheuchen wollte. Nach einer Stunde kamen dann die Gäste der letzten beiden Gruppen an Land und konnten entweder nach links zu den Vogelfelsen oder nach rechts zu dem Gletscher wandern.

Alles verlief gut und sowohl die Pflanzenfreunde, wie auch Bergsteiger und Vogelfreunde kamen auf ihre Kosten. Als Abschluss wurde sogar noch ein kleiner Umweg gefahren, um einige Papageitaucher inmitten der anderen Seevögel sehen zu können.

Aufgrund des guten Wetters war das Achterdeck für ein leichtes Mittagessen gut besucht und die Silver Explorer machte sich auf den Weg in den Kongsfjord -viele Kenner behaupten, er wäre der schönste Fjord Svalbards. In dem Fjord wollten wir die Siedlung Ny Alesund besuchen.

Pünktlich um 13:30 Uhr fiel der Anker vor dem Hafen der ehemaligen Kohlebergbausiedlung und jetzigem wissenschaftlichen Ort. Das Wetter war sehr angenehm, trotz „nur“ 6,7° Celsius, und die ersten Gäste fuhren schon kurz vor 14:00 Uhr an Land.

Alle Lektoren bezogen ihre jeweiligen Posten: vor dem Museum, vor der alten Post, neben dem Hundezwinger, bzw. an dem Luftschiffmast. Obwohl letzterer nur knapp 150 Meter von der chinesischen Station entfernt war, befand er sich schon außerhalb der Eisbär-„sicheren“ Zone; deswegen stellte sich dort unser kanadischer Bärenhüter Chris Srigley auf, um mich und die mutigen Besucher zu schützen… doch viele nahmen das „Vorsicht Bären“-Schild so Ernst, dass sie gar nicht zu uns kamen. Erst nachdem Kristine sie ermutigte, bekamen wir Besuch. So Unrecht hatten sie nicht, denn ein Bär war in der Nacht im Ort gesehen worden!

Auf dem Wege zu meinem Einsatzpunkt besuchte ich kurz die Post, um drei Postkarten abzusenden. Leider gab es nur die Souvenirstempel für die Pässe oder Postkarten und Briefumschläge, aber keinen Postmeister; dafür waren die Briefkästen so gefüllt, dass kaum noch weitere Post hineinpasste!

Zwei Stunden an Land waren sehr schnell verstrichen, und mancher Gast bedauerte, nicht mehr Zeit gehabt zu haben.

Im Recap ging ich noch einmal auf Amundsen und seine verschiedenen Luftexpeditionen ein, Kara zeigte die gesehenen Pflanzen, Ulis Thema war Ny Alesund, Astrid sprach über Rentiere, Hans-Peter gab die Vorschau auf den Hornsund und das Kreuzen im Eis.

Heute wäre auch die letzte Möglichkeit, die Mitternachtssonne beobachten zu können, also forderte Hans Peter alle auf, bis Mitternacht aufzubleiben. Man(n)/frau konnte ja in der Panorama Lounge der Musik von Alfredo lauschen und den einen oder anderen Digestiv genießen.

Der Tag sollte dann mit Betrachten der Sonne zu Mitternacht enden...

Nachtrag:
Kurz nach Mitternacht wurde ich in der Panorama Lounge von Kapitän Golubev angerufen. Kapitän Ettlin, ehemalige Staff-Kapitänin der Prince Albert II (jetzt Silver Explorer), würde aus dem Süden kommend an uns vorbeifahren.

Ich nahm Kontakt per Radio zu ihr auf, und wir unterhielten uns über die gelaufene Saison und Reise. Wir machten ab, dass sie auf der Brücke ihres Schiffes sein und ich ihr von der Silver Explorer aus zuwinken würde. Als die noch auf dem Aft-Deck befindlichen schweizer Mitreisenden davon hörten, waren sie natürlich auch interessiert, ihrer Landsmännin zuzuwinken.

So passierten sich die beiden Schiffe 00:45 Uhr. Ein ungewöhnliches, aber umso netteres Ereignis auf der Fahrt in Richtung Hornsund und das Eis.

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