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Day 5 |
Jul 17, 2011

Lågøya, Svalbard

By Kara Weller, Biologin

Koordinaten: 80° 22 ’ N – 18° 18’ E (Mittags position)
Wetter: bewölkt und Regen
Temperatur: 1° C
Wind: 15 km/h

Lågøya, die “Tiefe Insel” heißt als deskriptiver Name der flachen Insel, wo wir heute früh am Morgen mit den Zodiacs angelandet sind. Diese Insel liegt fast am nördlichsten Teil von Svalbard und besitzt eine Population von Walrossen. Nachdem unser erster Versuch Walrosse zu sehen fehlgeschlagen hat, nahmen wir heute unseren zweiten Anlauf. Schon sehr früh am Morgen begann die Ausbootung der Gäste. Diesmal in den einzelnen Zodiacgruppen damit wir die Walrosse nicht zu sehr stören.

Es war nur rein sehr kurzer Weg über die Insel um zu der Gruppe von ungefähr 30 Walrossen zu kommen. Die meisten hatten es sich am Strand gemütlich gemacht einige waren im Wasser in Strandnähe und wieder andere waren auf Nahrungssuche in der seichten Bucht.

Das Walross ist die größte Robbenart in der Arktis. Die bis zu 1 Meter langen Eckzähne machen es unverwechselbar, sie sind bei Weibchen etwas kleiner als bei Bullen. Wallrossbullen werden bis zu 3.5 Meter lang und 1.500 schwer, und die riesen Eckzähne gegen Eisbären sind sicherlich nützlich. Ihre größte Bedeutung zumindest für die Bullen werden sie als Statussymbol und Waffe bei Paarungskämpfen haben. Wenn diese Zähne abbrechen, können Walrosse ohne weiteres weiterleben, wie auch alle anderen, polaren Robbenarten, die von vornherein ohne lange Eckzähne auskommen.

Walrosse sind sehr soziale Tiere aber in Svalbard gibt es meistens nur Bullen den die Kühe und Kälber überwiegend auf Franz Josef Land und in den nordöstlichen, ab gelegensten Bereichen von Svalbard auf. Die Gruppe die unsere Gäste heute beobachten konnten waren alles Männchen verschiedenen Alters.

Walrosse ernähren sich fast ausschließlich von Sandklaffmuscheln, die im Schlamm am Meeresgrund steckt und Plankton filtert. Mit seinen sensitiven Barthaaren stöbert das Walross die Muschel auf und saugt das Fleisch mit seinen extrem kräftigen Lippen aus der Schale. Als Mageninhalt von Walrossen wurden schon gute 70 kg Muschelfleisch gefunden, jedoch keine einzige Schale!

Die Gäste hatten wirkliches Glück den die Walrosse waren heute sehr aktiv. Am Strand neuankommende Bullen versuchten in die Gruppen Mitte zu gelangen und dadurch gab es immer wieder heftige Rangeleien zwischen den einzelnen Individuen. Sie stachen mit ihren Stoßzähnen aufeinander ein, wobei dadurch keine Verletzungen entstanden aufgrund der dicken Haut die sie besitzen. Diese Kämpfe unter den Bullen dienen zur Festlegung des Ruheplatzes in der Gruppe und jener Bulle mit den größten Stoßzähnen bekommt auch meist den Platz im Zentrum.

Nachdem frühen Morgen, bekamen unsere Gäste keine Ruhe, sondern im Programm ging es weiter mit dem sogenannten „Polar Plunge“. Sie hatten die Möglichkeit ein erfrischendes Bad im 1° C kaltem Polarwasser zu nehmen. Ein Zodiac war am Sidegate festgebunden und von dort aus, gesichert mit einem Seil und Gurt sprangen 19 Gäste und drei Besatzungsmitglieder ins frische Nass.

Den Nachmittag verbrachten wir auf See mit Kurs auf unser nächstes Ziel: St. Johnsfjorden an der Westküste von Spitzbergen.

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